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Pressemeldungen

27.06.2010

Eine traurige und gefährliche Botschaft der Regierungschefs

ZdK-Präsident Alois Glück zum Ergebnis des Gipfeltreffens in Toronto


Zu dem Ergebnis des Gipfeltreffens in Toronto erklärt der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück:

"Die Regierungschefs der 20 wirtschaftlich wichtigsten Länder der Erde können sich nicht auf wirksame Regeln für den internationalen Finanzmarkt einigen. Das ist das traurige und zugleich gefährliche Ergebnis dieser Gipfelkonferenz für die Menschheit. Das Handeln wird offensichtlich von kurzem Gedächtnis und kurzsichtigen nationalen Taktiken bestimmt.

Nach dem Ausbruch der Finanzkrise wurde sowohl von Finanzfachleuten als auch den politischen Führungen beschworen, dass rasch wirksame Regeln für den internationalen Finanzmarkt notwendig sind, weil sonst absehbar eine noch größere Krise mit verheerenden Schäden zu erwarten sei. In den vergangenen Monaten hatten wir die Hoffnung, dass damit das einseitige Diktat der Kapitalrenditen ein Ende hat und die Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Gerechtigkeit zu einer neuen Orientierung der Globalisierung führen.

Wenn die ursprünglichen Erkenntnisse über die Ursachen der Finanzkrise und der Notwendigkeit wirksamer Regeln richtig waren - und alles spricht weiter dafür -, dann ist das Ergebnis der Gipfelkonferenz eine gefährliche Botschaft".


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