Freitag, 2. Mai 1986

Jugend - Hoffnung der Kirche

(als Broschüre vergriffen)

Jugend - Hoffnung der Kirche

Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zum Verhältnis von Jugendlichen und Erwachsenen in den Pfarrgemeinden

Beschlossen von der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken am 2. Mai 1986

Einleitung

Die Kirche vertraut der Jugend, sie ist die "Hoffnung der Kirche". Diese Aussage des Il. Vatikanischen Konzils (GE 2) hat Papst Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben an die Jugendlichen in der Welt zum Internationalen Jahr der Jugend 1985 wiederholt. In dieselbe Richtung zielt die "vorrangige Option für die Jugend", die die lateinamerikanischen Bischöfe 1979 in Puebla trafen.

Von der gleichen Hoffnung getragen war der Beschluß der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland "Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit". Zwölf Jahre nach seiner Verabschiedung hat das Dokument trotz der stark veränderten Situation nicht an Bedeutung verloren; zudem steht in manchen Bereichen eine umfassende Verwirklichung noch aus. Auf seiner Grundlage will das Zentralkomitee der deutschen Katholiken neue Impulse für die Jugendarbeit in den Pfarrgemeinden geben.

Diese Erklärung beschränkt sich auf das Verhältnis von Jugendlichen und Erwachsenen in der Gemeinde, weil für die Einsteh ung Jugendlicher zu Glaube und Kirche die unmittelbaren Erfahrungen in ihrer Pfarrgemeinde von entscheidender Bedeutung sind. Auch soziale und gesellschaftliche Probleme, die einer gemeinsamen Lösung bedürfen, können oft vor Ort am ehesten aufgegriffen werden. Deshalb wendet sich das Zentralkomitee insbesondere an die Mitglieder der Pfarrgemeinde- und Diözesanräte und ihre Sachausschüsse Jugend, an die Verantwortlichen in Erwachsenen- und Jugendverbänden, an die ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter in der Jugendarbeit, nicht zuletzt an die Jugendlichen, die Gruppenleiter sind, und an die Priester. Sie alle sollen ermutigt werden, die besondere Chance der Pfarrgemeinde für die Jugendarbeit zu erkennen und wahrzunehmen, die verschiedenen Träger zu mehr Zusammenarbeit zu veranlassen, Wege für ein Miteinander zwischen Jugendlichen und Erwachsenen in der Gemeinde aufzuzeigen und das gemeinsame christliche Zeugnis in der Gesellschaft zu wagen.

I. Zur Situation

1. Jugend und Gesellschaft

Es ist nicht einfach, sich ein zutreffendes Bild von der Situation der Jugend zu machen. Es gibt weder die Jugend noch die Erwachsenen. Es lassen sich aber charakteristische Tendenzen beobachten. Trotz vielfältiger Errungenschaften und neuer Chancen steht die Jugend in der heutigen Gesellschaft vor früher nicht gekannten Schwierigkeiten:

- weitverbreitete Zukunftsangst

- fehlende Ausbildungs- und Arbeitsplätze

- unbewältigte Lebens- und Überlebensfragen (z.B. Sicherung des Friedens, Bewahrung einer gesunden Umwelt)

Als besonders belastend kommt für die junge Generation der Mangel an überzeugenden Lebensorientierungen und glaubwürdigen Vorbildern hinzu. Zu ihrer täglichen Erfahrungswelt gehören die erschreckend gewachsene Zahl zerrütteter Familien und das unwidersprochene Nebeneinander widersprüchlicher Wertvorstellungen in allen Schichten der Bevölkerung.

Vielen Menschen fällt es heute schwerer, für ihr Leben einen tragenden Grund zu finden. Zugleich erfahren sie es aber at-s lebensnotwendig, einen solchen Grund zu finden, damit ihr Leben nicht auseinanderfällt, ohne Zusammenhalt bleibt. Unter den Erwachsenen gibt es immer noch solche, die auf frühere Erfahrungen einer einheitlichen Lebensgestaltung zurückgreifen können. Die junge Generation hingegen kann kaum noch erfahren, daß der Glaube der Kirche und die Grundwerte der Gesellschaft sich im Raum der Familie, der Schule und der Freizeit gegenseitig durchdringen. Die Unsicherheit in den Wertvorstellungen, eine Auswirkung des Wertepluralismus, verschärft häufig den Konflikt zwischen der jüngeren und der älteren Generation. Unterschiedliches politisches Engagement und gesellschaftliche Probleme führen oft zu unüberbrückbaren Gegensätzen und zur Entfremdung selbst innerhalb der Familie.

Fragen und Proteste der jungen Generation sind zugleich eine Anfrage an die ältere Generation, an ihre Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft. Jede Kritik an der Jugend schlägt deshalb als Kritik an den Erwachsenen zurück. Mehr noch: die Gesellschaft, auch die Kirche, brauchen diese Kritik, um nicht müde zu werden, sondern wach zu bleiben. Ohne Versäumnisse gegeneinander aufrechnen zu wollen, müssen sich aber auch die Jugendlichen von den Erwachsenen kritisch anfragen lassen, ob sie ihre Verantwortung für die Zukunft wahrnehmen, anstatt vorschnell vor Schwierigkeiten zu kapitulieren oder einer unerfüllbaren Traumwelt nachzuhängen. Gleichzeitig gibt es Zeichen einer mutigen Lebensbejahung bei den Jugendlichen: - hohe Ideale, besonders im sozialen Bereich - Bereitschaft zum Aufbruch in eine neue Gesellschaft - Engagement für Notleidende, Behinderte und alte Menschen - Einsatz für die Dritte Welt, für Gerechtigkeit und Frieden.

So erfreulich diese Bilanz ist, sie sollte uns nicht über die zunehmende Distanz und die lautlose Entfremdung der Mehrzahl der Jugendlichen von der Kirche hinwegtäuschen.

2. Jugend und Kirche

Das Verhältnis von Jugend und Kirche ist ein Spiegelbild der geschilderten Situation von Jugend und Gesellschaft. Bei vielen vollzog sich der Bruch mit der Kirche bereits in der Generation der Großeltern und Eltern. Entscheidende Glaubenswahrheiten und Vollzüge des Glaubens sind Jugendlichen weithin unbekannt. Viele von ihnen suchen zwar auf Sinnfragen eine religiöse Antwort, aber sie erwarten sie offensichtlich nicht mehr von der Kirche, da sie diese kaum oder gar nicht kennen. Manche gewinnen daraus eine neue Unbefangenheit, sich Religion und Kirche zu nähern; dabei kommt es meist jedoch nicht bis zu einer wirklichen Glaubensentscheidung. Dies gilt oft auch für kirchlich engagierte Jugendliche.

Andere Jugendliche engagieren sich einerseits für die Kirche, sind andererseits aber enttäuscht von ihr und dem christlichen Alltag in Familie, Schule und Pfarrgemeinden. Schlechte Erfahrungen belasten ihr Verhältnis zur Kirche und sind oft die Ursache tiefsitzender Ressentiments. Wieder andere ziehen sich in den "Schonraum.' der Kirche zurück, um sich den Anforderungen der harten familiären und gesellschaftlichen Wirklichkeit zu entziehen.

Wie ist diese Situation zu deuten, wo liegen wichtige Ursachen? Ein prägendes Merkmal unserer säkularisierten Gesellschaft ist die fortschreitende Isolierung der weltlichen Lebensbereiche voneinander. Für viele Christen bilden kirchliches Engagement und ihr Leben im Alltag keine Einheit mehr. Familie, Schule, Beruf und Freizeit erscheinen wie Einzelbereiche, die heute oft unverbunden nebeneinander stehen. Sie sind wie Räume, deren Verbindungstüren geschlossen sind. In jedem dieser Räume spricht man eine andere Sprache, gelten unterschiedliche Spielund Lebensregeln, gibt es unterschiedliche Wertvorstellungen. Für viele ist auch die Kirche zu einem Sonderraum geworden, den man nur zu außergewöhnlichen Anlässen wie Erstkommunion, Heirat und Begräbnis betritt.

Das zweite Hauptmerkmal unserer Gesellschaft ist der weltanschauliche Pluralismus. Damit ist das unwidersprochene Nebeneinander widersprüchlicher Auffassungen von Sinn und Ziel des Lebens, von Sitte und Religion gemeint. Unsere Jugendlichen erleben in ihrem Alltag Atheisten, Moslems, Hindus, Vertreter nichtchristlicher "Jugendreligionen", die ihre Weltanschauung oft überzeugender leben und mit Krisensituationen besser fertig werden als die Christen ihrer Umgebung. Solche Erfahrungen werden leicht als Verunsicherung des christlichen Standpunktes empfunden. In seiner Unsicherheit findet mancher Jugendliche außerhalb der Kirche eine neue Lebensform und mögliche Lösungsangebote für seine Konflikte, die er dann in die eigene christliche Familie oder auch in die Pfarrgemeinde mitbringt.

3. Jugend und Pfarrgemeinde

Die zentrale Frage heute lautet: Wie finden Erwachsene in der Gemeinde einen Weg zur Jugend, und wie finden Jugendliche ihren Weg zur Gemeinde? Jugendkapläne, die früher, zum Teil von den Erwachsenen widersprochen, eine Mittlerfunktion zwischen Jugend und Pfarrgemeinde hatten, gibt es kaum noch. Heute wird diese Aufgabe zunehmend von Laien übernommen, die haupt- oder ehrenamtlich als Erwachsene in der Jugendarbeit der Gemeinde tätig sind. Vor allem kommt den Pfarrgemeinderäten in diesem Zusammenhang eine Mittlerfunktion zu; ja, es zählt zu deren wesentlichen Aufgaben, dafür Sorge zu tragen, daß die ganze Pfarrgemeinde ihre Verantwortung für die Jugend wahrnehme.

Die folgenden Orientierungspunkte sollen für Jugendliche und Erwachsene Unterstützung und Ermutigung sein, aufeinander zuzugehen, sich um gegenseitiges Verständnis zu bemühen und zu einer besseren Zusammenarbeit zu kommen.

Die Beschränkung dieser Erklärung auf das Verhältnis von Jugendlichen und Erwachsenen in den Pfarrgemeinden will keineswegs die Bedeutung anderer Träger und Formen des Dienstes der Kirche für die Jugend schmälern. Man denke an Schulen, Akademien und Jugendbildungsstätten, Angebote von Orden, Einrichtungen der Offenen Tür (OT und TOT), Lehrlingsheime, Jugendsozialarbeit und Jugendfürsorge, um nur einige Beispiele zu nennen. Als Begegnungsfeld in und mit Gemeinde kommt der verbandlichen Jugendarbeit eine besondere Bedeutung zu. Auf sie kann und darf nicht verzichtet werden. Sowohl hier wie in der Jugendarbeit der Gemeinden sollen Jugendliche erleben, daß Kirche die "Gemeinschaft derer (ist), die sich mit Jesus auf den Weg machen, sein Wort hören und sein Leben erfahren". 1)

II. Inhalte

1. Der eine Auftrag

Jesus Christus, sein Leben und Wirken, sein Tod und seine Auferstehung sind die Botschaft der Kirche, auch an die Jugend. In Jesu irdischem Leben und Auftreten, entscheidend in seiner Auferstehung, zeigt sich der endgültige Sieg über die in der Menschheitsgeschichte wirksamen Todesmächte des Egoismus und der Ungerechtigkeit, der Lüge und der Gewalt, der Angst und der Verzweiflung, des physischen wie des psychischen Leidens und Sterbens in seinen vielfältigen Formen. Sie haben ihre letzte Wurzel in der Gottlosigkeit des Menschen. Durch Jesus Christus wurde die Einheit zwischen Gott und Mensch wieder hergestellt. An dieser Aussöhnung mit Gott hat jeder Christ durch die Taufe Anteil erhalten. Wie die Apostel und die ersten Christen sollen die Gläubigen als Zeugen der Auferstehung (vgl. Apg 11##22) auf vielfältige Weise Boten des befreiten und versöhnten Lebens sein, das in Christus erschienen ist. Dies kann nicht gelingen ohne Umkehr, d.h. ein Leben nach dem Wort und Vorbild Jesu Christi.

"Die Krise des kirchlichen Lebens beruht letztlich nicht auf Anpassungsschwierigkeiten gegenüber unserem modernen Leben und Lebensgefühl, sondern auf Anpassungsschwierigkeiten gegenüber dem, in dem unsere Hoffnung wurzelt und aus dessen Sein sie ihre Höhe und Tiefe, ihren Weg und ihre Zukunft empfängt: Jesus Christus mit seiner Botschaft vom 'Reich Gottes'. Haben wir in unserer Praxis ihn nicht allzusehr uns angepaßt, seinen Geist wie abgedecktes Feuer gehütet, daß er nicht zu sehr überspringe? Haben wir nicht unter allzuviel Ängstlichkeit und Routine den Enthusiasmus des Herzens eingeschläfert und zu gefährlichen Alternativen provoziert: Jesus, ja - Kirche, nein? Warum wirkt er 'moderner', 'heutiger' als wir, seine Kirche? So gilt als Gesetz unserer kirchlichen Erneuerung, daß wir vor allem die Angleichungsschwierigkeit gegenüber dem, auf den wir uns berufen und aus dem wir ,eben, überwinden und daß wir konsequenter in seine Nachfolge eintreten, um den Abstand zwischen ihm und uns zu verringern und unsere Schicksalsgemeinschaft mit ihm zu verlebendigen. Dann ist ein Weg und eine Zukunft." 2)

2. Die drei Grunddienste

Das in der Auferstehung Jesu eröffnete neue Leben wird dem jungen Menschen in der Kirche erschlossen. Es geschieht durch die drei Grunddienste der Kirche: das Zeugnis vom neuen Leben in der Verkündigung (martyria), die Feier des neuen Lebens im Gottesdienst (leiturgia) und der Dienst am neuen Leben im Einsatz für den Menschen (diakonia). Durch die eine Liebe Christi sind die drei Grunddienste der Kirche innerlich miteinander verbunden, so daß man sich nicht in einem Dienst engagieren kann, ohne sich früher oder später auch für die anderen Dienste zu öffnen.

Die erste Aufgabe der Kirche ist die Verkündigung des Wortes Gottes ais Dienst am Glauben. "Die Wahrheit des Glaubens muß .... dem jungen Menschen im Alltag als lebenswert, im Zeugnis seiner Mitchristen als glaubwürdig, im Gottesdienst und Sakrament als lebendig begegnen." 3) Hinführung zum Glauben und Wachstum im Glauben geschehen demnach in der Gemeinschaft der Glaubenden. Der Jugendliche kann durch das persönliche Lebenszeugnis einzelner erfahren, daß der Glaube das Fundament ist, das nicht nur die Kirche trägt, sondern auch Maßstäbe setzt für ein christliches Leben in Familie, Beruf und Gesellschaft.

Die zweite Aufgabe der Kirche ist die Feier des neuen Lebens, die im Gottesdienst geschieht. Damit sind alle Formen der Gottesverehrung gemeint, vom persönlichen Gebet bis hin zur Eucharistiefeier der Gemeinde. Eine Einführung in den Geist und den Formenreichtum der Liturgie, mit der die Kirche die Tage und die Zeiten des Jahres begleitet, den Glauben verkündet sowie Gebet und Lebenshaltung der Christen prägt, ist für junge Menschen von großer Bedeutung. Gottesdienst muß jedoch den Notleidenden miteinschließen, wenn er echte Verherrlichung Gottes sein will.

Daraus ergibt sich die dritte Aufgabe der Kirche, der diakonische Dienst am Menschen. Viele Jugendliche übernehmen bewußt im Rahmen der Kirche diesen Dienst. Ihr soziales Engagement in kirchlichen Verbänden und Gruppen, in gemeindlichen Initiativen und Aktionen ist für viele ein Bekenntnis zur Kirche und ein Dienst vor Gott, auch wenn es ihnen durch jahrelange Entfremdung (noch) nicht in den Sinn kommt oder möglich ist, am Gottesdienst der Gemeinde, besonders an der Eucharistiefeier, teiIzunehmen.

Im Bereich der sozialen Verantwortung sind in unseren Gemeinden viele neue Initiativen unter Jugendlichen entstanden:

- Einsatz für Behinderte und ältere Menschen

- Engagement für die Dritte Welt durch Spendenaktionen, Arbeits und Diskussionskreise

- Teilnahme an den weltweiten Werken der deutschen Kirche (Adveniat, Misereor, Missio, Päpstliches Missionswerk der Kinder).

Dies ist ein Beleg, daß Jugendliche zu Werten gefunden haben, für die sie sich einsetzen. Hier zeigt sich ein Verhalten, das die Generation der heutigen Erwachsenen in ihrer Jugendarbeit so nicht kannte.

Um selbständige Christen zu werden, sind die Jugendlichen in den Pfarrgemeinden darauf angewiesen, für diese drei Grundvollzüge christlicher Existenz Hilfe zu erhalten. Ihr wacher Sinn für die weltweiten Aufgaben der Kirche und ihr Idealismus für sozialen Einsatz sind Zugangsmöglichkeiten zum kirchlichen Leben. Es erfordert Takt und Ein fühlungsvermögen auf Seiten der Erwachsenen, den Jugendlichen Zeit zu lassen und sie nicht durch einen Alles-oder-Nichts-Standpunkt zu überfordern. Die kirchliche Glaubensgemeinschaft muß sich als Weggemeinschaft bewähren. Diese Bewährung wird aber nur gelingen, wenn sich auch die verschiedenen Träger der Jugendpastoral in der Gemeinde über ihre grundlegende Zustimmung zum Ganzen des Glaubens miteinander verständigen können.

3. Vier Grundhaltungen

Auch wenn kirchliche Jugendarbeit gemäß dem Auftrag der Kirche primär das Verhältnis des Jugendlichen zu Gott und Kirche im Auge hat, so kann sie dieses doch nur erfüllen, indem sie ihn hinführt zu einem ehrfürchtigen und verantwortungsvollen Umgang mit den Aufgaben, die seine Lebenssituation ihm stellt. Solche Ehrfurcht ist Voraussetzung und Grundhaltung für jede Religiosität, die wir heute weder ganz neu lernen müssen.

Menschliches Leben ist mehr als reine Vitalität, es schließt die Frage nach dem Sinn des Lebens ein und verlangt nach einer Grundorientierung. Eine Grundorientierung drückt sich beispielsweise in dem Viergespann aus: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maß. Man nennt diese vier Tugenden die Kardinaltugenden. Sie sind nicht Spielregeln für ein bürgerliches Leben, sondern gleichsam die Türangeln ("Kardinal" leitet sich aus dem lateinischen cardo = Türangel her), in denen sich die Tür des Lebens dreht, die dem einzelnen, aber auch der Gemeinschaft und den Völkern den Zugang zu Frieden, Freiheit und Menschenwürde öffnet. Diese Grundhaltungen werden von den "göttlichen Tugenden" Glaube, Hoffnung und Liebe getragen.

Klug ist, wer die Wirklichkeit illusionslos zur Kenntnis nimmt, ihr standhält und in der vorgefundenen Wirklichkeit von Welt und Mensch verantwortungsbewußt zu handeln versteht. - Gerecht ist, wer jedem das Seine gibt und dem rein ichbezogenen Egoismus und der skrupellosen Wahrnehmung eigener Interessen widersteht. Gerechtigkeit nimmt auch das berechtigte Interesse jedes anderen wahr. Sie übt Solidarität und die Bereitschaft zum Teilen. - Tapfer ist, wer bereit ist, im Einsatz für das Gute persönliche Nachteile in Kauf zu nehmen. Tapferkeit verlangt keine großen Worte, sondern Taten, die auch persönliches Opfer bedeuten können. - Schließlich bedeutet die Tugend des Maßes, daß man Ordnung hält in seinem eigenen Leben und sich nicht einfach gehen und treiben läßt, daß man sein Leben von der Mitte der Person her gestaltet.

Gerade diese Tugenden als geschenkte Befähigung wie auch als Frucht sittlicher Anstrengung helfen dem Menschen, in seiner Freiheit zu wachsen und sie befähigen ihn, neue Wege zu finden und zu gehen. Die Kardinaltugenden weisen in dieselbe Richtung, in der viele Jugendliche heute neue Werte suchen und entdecken.

III. Orte und Träger

1. Der Pfarrgemeinderat

Die Pfarrgemeinde soll ein Ort sein, an dem sich die Generationen mit ihren unterschiedlichen Meinungen und Richtungen begegnen, um Einheit im Zeugnis des Glaubens und der Liebe zu erleben. Im Prozeß der Auseinandersetzung um das, was zu tun ist, kann Gemeinde auch heute erfahren, was Paulus seiner Gemeinde in Korinth in Erinnerung ruft: "Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen." (1 Kor 12, 4-6). Daß dieser Prozeß unter der Beteiligung aller geschehen kann, hat eine entscheidende Voraussetzung: Erwachsene und Jugendliche müssen bereit sein, füreinander dazusein und sich gemeinsam in den Dienst Christi zu stellen.

Jede Pfarrgemeinde, jeder Pfarrgemeinderat muß sich fragen: - Welche Jugendlichen betelligen sich - ob regelmäßig oder nicht - am Leben der Gemeinde? - Wo sind die anderen? Warum kommen sie nicht? - Kennen wir die Lebenssituationen, in denen die Jugendlichen in Familie, Beruf und Freizeit stehen? Aufgabe der Pfarrgemeinde und des Pfarrgemeinderates ist es, auf bereits vorhandene Ansätze der Jugendarbeit und der Jugendfrömmigkeit man denke z.B. an Fahrten, Lager, Bildungsveranstaltungen, Jugendvespern, Frühschichten, Jugendwallfahrten - auch über den eigenen Kirchturm hinaus aufmerksam zu machen. Häufig geschieht mehr als man voneinander weiß. Auf der Ebene des Pfarrverbandes und Dekanates bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Kooperation. Hier muß es zu einer sinnvollen Ergänzung und, soweit möglich, auch Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Trägern und Orten der Jugendarbeit kommen. Die Gemeinden müssen noch besser lernen, die Aktivitäten von überpfarrlichen Gruppen und Verbänden, von Klöstern, Zentren und Jugendbildungsstätten wahrzunehmen, für ihre Situation auszuwählen und zu nutzen.

2. Der erwachsene Mitarbeiter

Der erwachsene Mitarbeiter kann wesentliche Anregungen geben für die notwendige Gruppenbildung unter Gleichgesinnten. Er ist gleichermaßen erforderlich in der Gemeindekatechese mit jungen Menschen wie in der kirchlichen Jugendarbeit, besonders in der Arbeit offener Einrichtungen und in der Beratung von Jugendgruppen. Er hilft der Gruppe bei dem Bemühen um Integration nach innen. Bei Konflikten kann er als Vermittler wirksam werden, da er zugleich beteiligt ist und doch vom Alter her einen gewissen Abstand hat. Er kann auch bei der Integration nach außen dienen:

- zu den Eltern

- zum Pfarrgemeinderat

- zur Gemeinde.

"Wo Erwachsene zur Mitwirkung in der Jugendarbeit bereit sind, sollte das vor allem ein Angebot zur Kommunikation sein, das heißt: zum Gespräch und zu echter Teilnahme an den Problemen der jungen Menschen. Sie sollen sich als Anwalt jener Kirchlichkeit und jener gesellschaftlichen Grundwerte verstehen, die ihnen selbstverständlich sind." 5) Auf dieser Grundlage sollte sich der erwachsene Mitarbeiter nicht scheuen, auch Gegenpol und Reibungsfläche zu sein. Ohne Persönlichkeiten, mit denen Jugendliche sich auseinandersetzen, die auch Widerspruch anmelden und Forderungen stellen können, wird Jugendarbeit standpunktlos, gerät sie in die Gefahr, sich gegen die Erwachsenen zu isolieren und an der Wirklichkeit vorbeizuleben. Der erwachsene Mitarbeiter muß schließlich darauf achten, daß er die Eigenverantwortung der Jugend respektiert und fördert, nicht dominierend wird oder Entscheidungen abnimmt. Er wird die Jugendlichen dazu ermutigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu erproben.

3. Verbandliche und offene Jugendarbeit

Durch ihre Profilierung hinsichtlich bestimmter Berufsgruppen und Lebensbereiche treffen Verbände die Glaubens- und Lebensfragen junger Menschen gerade dort, wo sie sich für sie häufig in existentieller Dringlichkeit stellen: in ihrem schulischen und beruflichen Alltag. Soweit Verbände ihrem doppelten Auftrag "In der Kirche zu Hause -offen für die Gesellschaft" 6) gerecht werden, erfüllen sie nicht nur allgemein die Sendung von Kirche, sondern brechen zugleich die Binnenorientierung vieler Gemeinden auf zu einer stärkeren missionarischen Ausrichtung und zu mehr Weltverantwortung. Je stärker sie in ihren Bildungs- und Aktionsprogrammen das Leben der Pfarrei und die in ihr engagierten Jugendlichen einbeziehen, desto eher kann auch einem Nebeneinander von Jugendverbandsarbeit und Gemeindepastoral gewehrt werden. Suchen Pfarrei und Verbände ein Miteinander, erleichtert das die Zusammenarbeit von Erwachsenen- und Jugendverbänden bzw. von Erwachsenen und Jugendlichen mselben Verband. Dies dient einer stärkeren Kontinuität des kirchlichen Engagements gerade unter jungen Erwachsenen.

Die Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen und Erwachsenen schafft auch die Möglichkeit für Angebote offener Jugendarbeit für junge Menschen, die sich keiner festen Gruppe anschließen wollen. Auch wenn es dazu in der Rege eigens ausgebildeter Kräfte bedarf, muß sich doch die ganze Gemeinde für die offene Jugendarbeit verantwortlich fühlen und entsprechende Angebote mittragen.

IV. Zeiten und Gelegenheiten

Die notwendige Begegnung zwischen Erwachsenen und Jugendlichen gelingt am besten bei konkreten Anlassen, die gemeinsames überlegen, gemeinsames Handeln und als Grundlage von beidem gemeinsamen Glauben erfordern. Es gilt, eine "Pastoral der Anlässe'' zu entwickeln.

Anlaß sind einmal die Sorgen und Nöte, von denen Jugendliche in ihrem persönlichen und gesellschaftlichen Leben bedrängt werden. Es sind Probleme, die sich ergeben

- aus dem Prozeß der Selbstfindung und Selbstwerdung

- aus der Suche des eigenen Lebensweges

- aus der Unterscheidung von Beruf und Berufung

- aus der Suche eines Lebenspartners und der Gründung einer Familie

- aus den Sorgen im Zusammenhang mit der Jugendarbeitslosigkeit

- aus der Sicherung des Friedens und der Erhaltung der Umwelt.

Bei solchen Anlässen kann es zu einer Auseinandersetzung über unterschiedliche Lösungen kommen. Hier gilt es, Im vertrauensvollen, geduldigen Gespräch zu bleiben, auch wenn es schwer fällt. Der Erwachsene, der den Wert von Traditionen und Institutionen erfahren hat und stärker auf sie setzt, wird schneller auf Festlegungen drängen. Der Jugendliche hingegen wird von seiner Lebenserfahrung her, in der vieles noch offen ist, eher zu Wagnissen neigen, auch wenn viele Erfahrungen vermeintlich gegen ihn stehen. Entscheidend ist die gemeinsame Überzeugung, daß die Zukunft Gott gehört, der Ziel und Kraft des Weges zugleich ist.

Auch Feste und Feiern sind ein Anlaß der Pastoral. Die Unfähigkeit zu feiern führt zu einer Verarmung des heutigen Menschen. Aus dem Glauben wachsen der Grund und die Fähigkeit zu Fest und Feier, weil der Glaube uns sagt, was wir feiern, wen wir feiern. Feiern kann man nur ein Ereignis. Das zentrale Ereignis der Geschichte ist für Christen Tod und Auferstehung Jesu Christi ais Anfang des neuen Himmels und der neuen Erde. Woche für Woche feiern sie den Sonntag, sie feiern die großen Ereignisse im menschlichen Leben, sie feiern vor allem die Hochfeste des Kirchenjahres. Christen "feiern nicht, um dem Alltag zu entfliehen, sondern um ihn in der Kraft Gottes zu bestehen im Dienst am Nächsten." 7)

- Kann Jugend bei solchen Gelegenheiten ihre Formen des Feierns genügend einbringen?

- Gesteht die Pfarrgemeinde ihr eigene Feiern zu?

- Können Jugendliche, die kirchlichen Verbänden und Gruppen angehören, in den Räumen der Gemeinde ihre Feste feiern, auch wenn sie noch nicht voll dem entsprechen, was die Gemeinde von ihnen erwartet?

- Können kommunale Vereine, in denen sich zumal in ländlichen Gegenden viele Jugendliche engagieren, gelegentlich den Gemeindegottesdienst mitgestalten?

Eine Pastoral der Anlässe wird für Jugendliche auch Gelegenheiten zu Gemeinschaft und Dienst schaffen müssen. Die Gemeinde soll ihnen die Möglichkeit der Gruppenbildung unter Gleichaltrigen eröffnen, um Freizeit zu gestalten, vielfältige Anregungen auf geistigem, musischem, sportlichem Gebiet zu erfahren, gemeinsame Aktionen zu unternehmen. Die Übernahme liturgischer und katechetischer Dienste ist ebenfalls ein Anlaß zu gemeinsamem Austausch und gegenseitiger Hilfe. Jugendliche, die Lektoren und Gruppenleiter für Kommunionkinder oder Firmlinge sind, können den Kreis der Mitverantwortlichen für gleiche und ähnliche Aufgaben erfahrungsgemäß bereichern und selber durch ihn angeregt und bestärkt werden.

V. Folgerungen

Zusammenfassend die wesentlichen Impulse für die Jugendarbeit in den Pfarrgemeinden:

- Die Jugendlichen sind das erstverantwortliche Subjekt der kirchlichen Jugendarbeit, nicht Objekt kirchlicher Betreuung. Nur wenn sie in ihrer Arbeit von den Gemeinden anerkannt und unterstützt werden, kann ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis zwischen Jugendlichen und Erwachsenen in der Gemeinde erreicht werden.

- Der Mangel an Jugendseelsorgern und an erwachsenen Mitarbeitern in der Jugendpastoral unterstreicht nach wie vor die Notwendigkeit des "personalen Angebots", das der Synodenbeschluß über kirchliche Jugendarbeit so eindrücklich gefordert hat. Nur in persönlichem Gespräch und gegenseitigem Zeugnis lassen sich Lebenssinn und Glaube weitergeben.

- Der Synodenbeschluß betont, bei der Verkündigung des Glaubens nicht einseitig von der Sendung der Kirche auszugehen, sondern auch vom heutigen Menschen mit seinem Streben nach rechtverstandener Selbstverwirklichung. "Die Kirche dient dem jungen Menschen, indem sie ihm hilft, sich in einer Weise selbst zu verwirklichen, die an Jesus Christus Maß nimmt (Phi, 2 16-11). Darin unterscheidet sich kirchliche Jugendarbeit von jeder anderen Jugendarbeit." 8) Die "Pastoral der Anlässe" soll eine Konkretisierung dieser Forderung im Blick auf unsere Pfarrgemeinden sein.

- Alle Versuche, innerhalb der Gemeinde aufeinander zuzugehen, sind Möglichkeiten, haben aber auch ihre Grenzen. Gerade diese Grenzen verweisen auf die anderen "Lernorte des Glaubens", vor allem auf Familie und Schule. Jugendarbeit kann nicht isoliert betrachtet werden von entsprechender Familienpastoral, Religionsunterricht und Schulseelsorge. Pfarrgemeinde und Pfarrgemeinderat müssen sich um eine Verbindung der verschiedenen Orte und Initiativen der Jugendarbeit sowie um die Verbindung der Jugendarbeit mit den anderen Lernorten des Glaubens kümmern.

- Neben den kirchlichen Jugendverbänden haben sich in wachsender Zahl Gruppierungen herausgebildet, die von Gemeinden, Orden oder geistlichen Gemeinschaften getragen werden. Beide Formen der Jugendarbeit verdienen grundsätzlich Anerkennung und Förderung. Es wäre freilich ein großer Schaden, wenn diese unterschiedlichen Formen von Jugendarbeit in ungute Konkurrenz zueinander gerieten, am Ende gar zu einer Ablösung der verbandlichen Jugendarbeit.

- Entscheidend für ein gutes Verhältnis zwischen Jugendlichen und Erwachsenen in unseren Pfarrgemeinden wird sein, daß wir unsere Erwartungen und unser Handeln nicht von der Einschätzung der gesellschaftlichen und kirchlichen Situation bestimmen lassen. Wir müssen dieser Situation zwar Rechnung tragen, aber zuerst und zuletzt müssen wir darauf vertrauen, daß Gott der Herr der Zukunft ist. In diesem Vertrauen müssen sich Jugendliche und Erwachsene gegenseitig in Wort und Tat bestärken, damit die Jugend wirklich die Hoffnung der Kirche und die Kirche die Hoffnung der Jugend sei.

"Gott hat viele seiner Verheißungen an das Vertrauen gebunden, das Menschen ihm entgegenbringen. Die Verwirklichung vieler Wunder und Gnaden Gottes hängt von dem Vertrauen ab, mit dem sie erwartet und erbetet werden ... Man muß sich auf jeden Fall in die Verfassung bringen, daß die Dinge nicht daran scheitern, daß wir sie Gott nicht zugetraut haben." 9)


Anmerkungen

1) Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland, "Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit" 1.

2) Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland "Unsere Hoffnung. Ein Bekenntnis zum Glauben in dieser Zeit", I1 3.

3) Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland "Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit", 3.2.

4) Ebd., 3.1.

5) Ebd., 4.1.

6) Vgl. den Beschluß der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken von 1978 "In der Kirche zu Hause - offen für die Gesellschaft. Zum Profil der katholischen Verbände".

7) Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland, "Gottesdienst", 1.

8) Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland, "Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit", 3.1.

9) Alfred Delp, Gesammelte Schriften, Frankfurt a.M. 1984, Bd .4, S .305.

 

Einige Hinweise auf weiterführende Informationen

1. Die Katholischen Jugendzentralen bzw. die diözesanen Jugendämter und BDKJ-Diözesanstellen sind als Ansprechpartner zur Unterstützung der Jugendarbeit besonders wichtig. Von diesen werden regelmäßig Informationsschriften und Materialien für Verantwortliche herausgegeben, die im allgemeinen kostenlos erhältlich sind. Ein Beispiel: Themenheft 4/83 "Pfarrgemeinde und Jugendarbeit", erhältlich bei BJA/BDKJ Essen, Postfach 10 04 64, 4300 Essen 1). Dasselbe gilt für die katholischen Jugendverbände (ein Beispiel: die Werkbriefreihe der katholischen Landjugendbewegung, erhältlich in Drachenfelsstr. 23, 5340 Bad Honnef-Rhöndorf).

2. Zur regelmäßigen Information in Fragen Jugendarbeit, Religionsunterricht und Gemeindekatechese s. die Zeitschrift "Katechetische Blätter", herausgegeben vom Deutschen Katechetenverein und der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (Probeexemplare und Bestellungen bei Kösel Verlag, Flugplatzstr. 1, 8031 Gilching).

3. Beschluß der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland "Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit'' (erhältlich als Sonderdruck bei den Generalvikariaten und im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Kaiserstr. 163, 5300 Bonn 1).

4. "Miteinander unterwegs. Bischöfliches Wort an die Mitarbeiter in der Jugendpastoral" von Bischof Heinrich Tenhumberg, 1979, (erhältlich wie unter Nr. 3).

5. R. Bleistein/G. Casel, Lexikon der kirchlichen Jugendarbeit, München 1985, Kösel Verlag/Verlag Haus Altenberg.

6. "Zur Situation der Jugend heute" herausgegeben vom Kommissariat der Deutschen Bischöfe, Kaiser-Friedrich-Str. 9, 5300 Bonn 1.

7. Bernhard Grom, Methoden für Religionsunterricht, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, 7. Auflage, Düsseldorf 1985.

8. Ein Beispiel einer Arbeitshilfe zur religiösen Bildung in der Jugendarbeit: Werner Höbsch u. a., Kar- und Ostertage mit Jugendlichen, Kösel Verlag, München.

9. Ein Beispiel von Schriften zur offenen Jugendarbeit: "Jugendarbeit in Pfarrzentren: Probleme und Möglichkeiten" (erhältlich durch das Bischöfliche Ordinariat, Dezernat Jugend, Roßmarkt 4, 6250 Limburg 1).


(Nach Angaben von Lothar Harles, Bundesvorsitzender des BDKJ)