Freitag, 8. Juli 2016

Besonderes „Gipfelerlebnis“ für Alois Glück

Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) schenkte ehemaligem Präsidenten eine Aussichtsbank auf dem Hochfelln

BERGEN IM CHIEMGAU/BAYERN. Von einem der schönsten Plätze auf dem Hochfelln kann Alois Glück künftig auf seine oberbayerische Heimat am Chiemsee schauen und dabei ein Gipfelerlebnis der besonderen Art genießen. Und zwar passenderweise auf seiner eigenen Bank. Die Sitzgelegenheit aus Fichtenholz mit dem passenden Gipfeldesign des Hochfelln und des benachbarten Hochgern überreichte Dr. Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, im Namen der ZdK-Vollversammlung Glück als Geschenk nach seinem Ausscheiden als ZdK-Präsident im vergangenen Jahr. Der 76-Jährige hatte das Amt seit 2009 inne und hatte die größte katholische Laienorganisation erfolgreich durch stürmische Zeiten geführt. „Der Missbrauchskandal in der katholischen Kirche war eine sehr schwierige Phase, aber er hat auch das Bewusstsein für neue Kommunikationsstrukturen nachhaltig verändert“, erklärte Glück.

Mit sichtlicher Freude nahm der passionierte Bergsteiger, der auch Vorsitzender der Bergwacht in Bayern war, auf dem Bankerl Platz und genoss mit seiner Frau Katharina und Dr. Vesper den Blick von der „Aussichtsterrasse des Chiemgaus“, wie der Hochfelln auch genannt wird. Begleitet wurde der 76-jährige Politiker dabei von Bergens Bürgermeister Stefan Schneider mit Gattin Susanne sowie Schreinermeister Georg Strohmayer aus Erlstätt mit Sohn Bernhard, die die Bank angefertigt hatten.

Als dezenten Hinweis auf den kirchlichen Hintergrund des Geschenks verweist die Inschrift „Laudato si“ (Gelobt seist Du) auf die zweite Enzyklika von Papst Franziskus vom Mai 2015, der auch für Glück hohe Bedeutung zukommt: „Noch nie hat wohl eine Person und ein Dokument inner- und außerhalb der Kirche solche Wirkung entfaltet. Das ist mehr als eine Umweltenzyklika, sie zeigt mit ihren sozialen Bezügen auch den inneren Zusammenhang unserer Krisen auf und bezieht die Erkenntnisse hochrangiger Wissenschaftler mit ein.“

 

Text von Axel Effner, Bergen