Montag, 30. November 2015

Emotional bewegendes Finale des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit in Paris

 

Zu dem heute in Paris beginnenden Weltklimagipfel übergaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "Ökumenischen Pilgerweges für Klimagerechtigkeit" am Samstag, dem 30. November 2015 rund 1,7 Mill. Unterschriften an führende französische Politiker und an die Generalsekretärin des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen (UNFCCC), Christiana Figueres.

Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), erklärte als Schirmherrin des Klimapilgerweges das Leitwort desselben: "Wir wollen als Christen mit dem Pilgerweg eine doppelte Botschaft setzen: „Geht doch“ ist der Aufruf an die Politiker und Politikerinnen die im Dezember verhandeln und beschließen. Sie haben das Wissen und die Instrumente in der Hand, das 2-Grad-Limit einzuhalten. Es ‚geht doch‘, wenn sich alle – Industrie- und Entwicklungsländer – auf einen gemeinsamen Zielkatalog einigen. Die alte Formel „Die einen verbrauchen, die anderen leiden an den Auswirkungen“ führt zu einem Kollaps, der weder ethisch, noch moralisch und schon gar nicht politisch verantwortbar ist."

Fast 1500 Kilometer hatten die Pilgerinnen und Pilger zurückgelegt, die am 13. September in Flensburg gestartet waren. Insgesamt waren knapp 5000 Menschen auf dem Weg nach Paris – entweder für einen Tag, für mehrere Tage oder Wochen bis hin zur ganzen Strecke über drei Monate. Durch die angespannte Sicherheitslage in Paris war die zentrale Demonstration am 29. November abgesagt worden. Dennoch sei die Abschlussveranstaltung in der Basilika von St. Denis und dem Salle de la Légion d'Honneur in St. Denis sehr bewegend gewesen, berichtet Dr. Martin Stauch, der Geschäftsführer des 100. Deutschen Katholikentags in Leipzig: " Die Übergabe der Petition und die emotionale Rede von Frau Figueres, die mit den Tränen zu kämpfen hatte, haben mich sehr berührt. Und als eine junge Frau ein offensichtlich eigens komponiertes Lied anstimmte und alle Religionsvertreter auf der Bühne tanzten, da wurde noch einmal richtig deutlich, wie vereint wir alle in der Sorge um den weiteren Bestand von Mensch und Natur sind."

Und Karin Kortmann appelliert: "Wir brauchen ein Abkommen mit einer langfristigen Zielaussage, die einen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger und eine Zukunft mit 100 Prozent erneuerbaren Energien vorsieht. Wir fordern ein rechtlich verbindliches, faires Klimaabkommen, das ab 2020 das Kyoto-Protokoll ablöst."