Montag, 4. Februar 2013

Informationsgespräch mit kirchenpolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen

Reichstag Berlin

Am 31. Januar traf ZdK-Generalsekretär Dr. Stefan Vesper im Deutschen Bundestag die kirchen- und religionspolitischen Sprecherinnen und Sprecher von vier Bundestagsfraktionen zu einem Informationsgespräch. An dem Gespräch nahmen die Abgeordneten Dr. Maria Flachsbarth (CDU / CSU), Kerstin Griese (SPD), Dr. Stefan Ruppert (FDP) und Josef Winkler (Bündnis 90 / Die Grünen) teil.

 

Dr. Vesper berichtete aus dem Dialogprozess der katholischen Kirche in Deutschland. Es schloss sich ein offener Austausch zu aktuellen Entwicklungen u.a. zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs und zur Diskussion über den Umgang mit Vergewaltigungsopfern in katholischen Krankenhäusern an. Seitens der Abgeordneten wurde berichtet, wie sehr sich das gesellschaftliche und politische Klima in den vergangenen Jahren zu Ungunsten der christlichen Kirchen wie auch der Religionen insgesamt verändert habe. Davon zeugten u.a. zahlreiche aggressiv religionskritische Zuschriften während der Diskussion über die Beschneidung minderjähriger Jungen. Es komme gerade deshalb auch immer darauf an, wie sich die Kirche, einmal abgesehen von der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Katholischen Büro am Sitz von Parlament und Regierung, in der bundesweiten Öffentlichkeit präsentiere, wie sie ihre Anliegen glaubwürdig vertrete, wie einladend und überzeugend sie auftrete und nicht zuletzt, wie schnell sie auf Anfragen reagiere und gegebenenfalls Missverständnisse klarstelle.

 

Der Leiter des politischen Referats im ZdK-Generalsekretariat, Dr. Hubert Wissing, berichtete von den aktuellen Initiativen des ZdK im Bereich der Bioethik und des Lebensschutzes. Angesprochen wurden u.a. die Rechtsverordnung zur Umsetzung des PID-Gesetzes und das umstrittene Gesetz zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung.

 

Dr. Vesper dankte den Abgeordneten ausdrücklich für ihr Engagement als kirchen- und religionspolitische Sprecher und würdigte den durch sie gewährleisteten Rückhalt für kirchliche Anliegen in den jeweiligen Fraktionen.