Freitag, 30. Oktober 2015

Öffentlich Druck erzeugen

Über 200 Klimapilgerinnen und -pilger bevölkerten heute um 10.30 Uhr die Freitreppe des Alten Bonner Rathauses: Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan hatte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ökumenischen Pilgerweges für Klimagerechtigkeit zu einem Empfang geladen. Von dort zog die Gemeinschaft, zu der sich auch eine große Kindergruppe der Bad Godesberger Burgschule gesellte, am Rhein entlang zum UN-Klimasekretariat. Um 11.55 Uhr gestaltete der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, gemeinsam mit Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, eine Andacht unter dem Titel "Fünf vor Zwölf". Nach einer Mittagspause startete um 14.30 Uhr in der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Klimapolitik braucht Entwicklung" . "Wir möchten gemeinsam die entwicklungspolitischen Aspekte von Klimapolitik in den Blick nehmen und erörtern, wie die Auswirkungen des Klimawandels, besonders für die Länder des Südens, gemindert werden können", so Karin Kortmann. "Es ist unsere Menschen- und Christenpflicht uns als Anwälte der Ärmsten der Armen einzubringen." Und Pfarrerin Füllkrug-Weitzel ergänzt: "Mit dem Pilgerweg möchten wir öffentlich Druck auf die Politik erzeugen, damit die Klimakonferenz in Paris zum notwendigen Erfolg führt."

Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wurde auf Initiative eines Bündnisses der Landeskirchen und Diözesen, christlichen Entwicklungsdienste, Missionswerke und (Jugend-) Verbände der evangelischen und katholischen Kirchen entwickelt. Die 1.470 Kilometer verlaufen zwischen der dänisch-deutschen über die deutsch-französische Grenze bis nach Paris und folgen traditionellen Pilgerwegen. Bei der ökumenischen Abschluss-Veranstaltung während der Klimakonferenz in Paris treffen Pilgerinnen und Pilger aus der ganzen Welt zusammen.

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