Freitag, 21. April 2017

ZdK-Generalsekretär warnt vor Provokationsstrategie der Populisten

Politisches Nachtgebet aus Anlass des AfD-Parteitags

Zu einem klaren Bekenntnis für die demokratische Kultur in Deutschland und zu entschiedenem Widerspruch gegen alle, die spalten und hetzen hat der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Stefan Vesper, die Christinnen und Christen aufgerufen.

"Wir müssen aktiv bleiben. Jetzt können wir nicht mehr dösen. Wir können und dürfen uns nicht darauf verlassen, dass schon nichts Schlimmes passieren wird. Wir wissen aus unserer Geschichte, dass demokratische Freiheiten missbraucht werden können, um die Demokratie selbst zu zerstören. Und wir wissen auch, dass Demokratie durch eine schweigende Mehrheit in Gefahr geraten kann. Aufs Neue gilt also das kölsche Wort: 'Arsch huh und Zäng ussenander!' Unsere Kultur und unsere Demokratie sind stark, wenn wir sie entschieden vertreten und entschlossen verteidigen", so Vesper beim Politischen Nachtgebet der Kirchen in Köln, am Freitag, dem 21. April 2017 in der Kölner Friedenskirche.

Zu dem Politischen Nachtgebet unter dem Motto "Unser Kreuz hat keine Haken" hatten die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, der Katholikenausschuss in der Stadt Köln, der Evangelischer Kirchenverband Köln und Region und das Katholisches Stadtdekanat Köln aus Anlass des Bundesparteitags der AfD in Köln eingeladen.

Vesper warnte davor, sich auf die Provokationsstrategie der Populisten einzulassen. "Populisten wollen immer neu gezielt provozieren. Die AfD hat das ja auch in einem Strategiepapier angekündigt. Die gezielte Provokation, einschließlich der anschließenden halbherzigen Zurücknahme, ist ein besonders perfides Mittel, um sich selbst immer wieder im öffentlichen Gespräch zu halten. Seien wir also vorsichtig und fallen wir nicht auf ihre Strategien herein", so der ZdK-Generalsekretär. 

Den kompletten Wortlaut des Statements finden Sie unten als Download.