Samstag, 5. November 2016

ZdK-Sachbereich Familienpolitische Grundfragen zu Gast im Deutschen Jugendinstitut



Die familienpolitische Sprecherin des ZdK Birgit Mock und der Geschäftsführer des Sachbereichs, Dr. Hubert Wissing, wurden am 4. November 2016 im Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München von der Abteilungsleiterin für Familie und Familienpolitik, Dr. Karin Jurczyk, empfangen. In einem ausführlichen Gespräch wurde insbesondere die Frage erörtert, wie eine bessere Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und familialer Sorgearbeit erreicht werden kann. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angestellten Überlegungen zu einer "Familienarbeitszeit" und einem "Familiengeld" wurden von beiden Seiten als zwar interessant und richtungsweisend, aber im Ergebnis als zu starr und zu kurz greifend bewertet. Die ZdK-Vertreter informierten sich über das Konzept der "atmenden Lebensläufe", das u.a. am Deutschen Jugendinstitut und im Kontext der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik entwickelt wird.  Mit dem Instrument eines Carezeit-Budgets für die ganze Erwerbslaufbahn soll ermöglicht werden, dass Menschen phasenweise und sozial abgesichert beruflich kürzer treten können, um Sorgeaufgaben in der Familie (in Erziehung oder Pflege) ausfüllen zu können. Dabei geht es nicht nur um eng definierte Lebensphasen wie die heutige Elternzeit oder Familienpflegezeit, sondern darum, die familiale Sorgeverantwortung im Lebensverlauf so zu ermöglichen, wie es individuell erforderlich ist.

Im ZdK-Sachbereich Familienpolitische Grundfragen soll dieser Ansatz weiter verfolgt werden. Ein Schritt auf diesem Weg ist die Tagung Familien(leben) unter Druck im März 2017.