Samstag, 19. Juni 2010

AGKOD fordert offenen Dialog in der Kirche

Die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands (AGKOD) fordert einen offenen und strukturierten Dialog von Bischöfen und Laien zu überfälligen Fragen in der katholischen Kirche.

Die katholische Kirche befinde sich in einer tiefen Krise, sie habe an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren, heißt es in einer am Samstag, dem 19 Juni 2010, auf der Delegiertenversammlung in Ludwigshafen verabschiedeten Erklärung. "Wir sehen dies als großes Risiko für die Gegenwart und die Zukunft unserer Kirche".

Trotz mancher Enttäuschung und Zweifeln werde man der Kirche treu sein und diese weiter aktiv mitgestalten, versichern die katholischen Organisationen in der vom Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) eingebrachten Erklärung mit dem Titel "Wir müssen reden". Gerade deshalb rufe man zum Handeln auf, damit Kirche jetzt und in Zukunft ihren Auftrag erfüllen könne.

So fordert die Erklärung dass die Perspektive der Opfer für das Vorgehen inner- und außerhalb der Kirche handlungsleitend sein müsse. Als offene Fragen des Dialogs werden der Umgang mit Macht in der Kirche, eine Überprüfung der Voraussetzungen für die Priesterweihe sowie Fragen der Sexualität und Sexualmoral genannt.

( Den Wortlaut der Erklärung finden Sie unter www.zdk.de/erklärungen )