Montag, 30. April 2012

Diakonat der Frau – Eine Chance für die Kirche

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat nochmals für das Anliegen des Diakonats der Frau geworben. Bei der in Kooperation mit dem ZdK durchgeführten Veranstaltung des Katholischen Deutschen Frauenbundes „Tag der Diakonin - Partnerschaftlich Kirche sein“ am 29. April 2012 in Ulm sagte Dr. Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des ZdK: "Die gleichberechtige Einbeziehung von Frauen in die volle Verantwortung für den Sendungsauftrag der Kirche ist ein dringendes Anliegen. Dies gilt nicht nur mit Blick auf die Frauen, sondern es ist vor allem eine Überlebensfrage für die Kirche. Eine Kirche, die Frauen nicht ihren Charismen entsprechend beteiligt, kann ihrem Auftrag, für das Heil der Menschen zu wirken, nicht im erforderlichen Maße gerecht werden.“

Lücking-Michel stellte heraus, dass zahlreiche mögliche positive Veränderungen in diese Richtung keine theologischen, kirchenrechtlichen oder sonstigen Änderungen bräuchten. Darüber hinaus sei aber auch die konkrete Ausgestaltung der Ämtertheologie in den Blick zu nehmen und entsprechend den pastoralen Herausforderungen der Zeit im Sinne des kirchlichen Sendungsauftrags weiterzuentwickeln. Der Auftrag aller Christin­nen und Christen zur Diakonie bilde sich gerade auch im sakramentalen Diakonat ab. „Da die diakonische Arbeit überwiegend von Frauen geleistet wird, sind gerade Frauen als Diakoninnen unverzichtbar.“

Die ZdK-Vizepräsidentin bezog sich in ihren Ausführungen auf die im Herbst des vergangenen Jahres von der Vollversammlung des Zentralkomitees verabschiedete Erklärung „Für ein partnerschaftliches Zusammenwirken von Frauen und Männern in der Kirche“. Darin setzt sich das ZdK unter anderem für den Diakonat der Frau ein. Dieses und alle weiteren Anliegen der Erklärung will es in den Dialogprozess mit den deutschen Bischöfen einbringen.