Freitag, 14. Februar 2014

Die Zukunft der Palliativmedizin ist der Glaubwürdigkeitstest zum Verbot der organisierten Sterbehilfe

„Die Palliativmedizin in Verbindung mit der Hospizbegleitung  muss von der heutigen Randexistenz im Gesundheitswesen in das Zentrum der Gesundheitspolitik kommen. Das ist für die Parteien im Bundestag der Glaubwürdigkeitstest im Zusammenhang mit dem Verbot der organisierten Sterbehilfe.“ Diese Aufforderung an den Deutschen Bundestag formulierte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, bei einer Festveranstaltung der Klinik-Kompetenz-Bayern am Freitag, dem 14. Februar 2014, in Weißenburg.

Er erwarte von den Parteien im Deutschen Bundestag, dass sie nicht nur fraktionsübergreifend die notwendigen gesetzlichen Regelungen für ein Verbot der organisierten Sterbehilfe beschließen, sondern ebenso und gleichzeitig die notwendigen rechtlichen Regelungen für ein flächendeckendes Angebot der Palliativmedizin und der Hospizbegleitung.

„Das ist die notwendige und richtige Antwort auf die hohe Zustimmung zur so genannten „Aktiven Sterbehilfe“ in Umfragen als  Ausdruck der Angst vor Leid, Siechtum, ausgeliefert sein an eine Automatik der Lebensverlängerung um jeden Preis.“

Nach Meinung des ZdK-Präsidenten ist jetzt besonders dringlich, Palliativmedizin und Hospizbegleitung dorthin zu bringen, wo mehr als 70 % der Menschen ihre letzte Lebenszeit verbringen möchten, im vertrauten sozialen Umfeld der Familie oder des Altersheimes. „Deshalb ist vor allem der Ausbau der allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung wichtig. Dazu müssen gesetzliche Regelungen für die Leistungen der Krankenkassen und im Rahmen des Sozialgesetzbuches verändert werden.“

An die Kommunalpolitiker appellierte der langjährige Politiker Alois Glück, diese Aufgabe auch zu einem wichtigen Thema der Kommunalpolitik zu machen. Die kommunalen Spitzenverbände sollten diese Aufgabe für die Menschen sich ebenso zu eigen machen wie gegenwärtig die ärztliche Versorgung in der Fläche und das ausreichende Angebot für Pflegeeinrichtungen in einer immer älter werdenden Gesellschaft.