Dienstag, 31. März 2009

Initiative Christen für Europa (IXE) veröffentlicht europaweiten Wahlaufruf

Brüssel. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 1. April 2009 in Brüssel mit dem Vize-Kommissionspräsidenten Jacques Barrot sowie den Europaabgeordneten Jo Leinen, Alojz Peterle und Patrizia Toia veröffentlicht die Initiative Christen für Europa (IXE) einen Wahlaufruf anlässlich der Wahlen zum Europäischen Parlament vom 4. bis 7. Juni 2009.

IXE appelliert an die europäischen Bürger, sich ihrer persönlichen Verantwortung für die europäische Einigung zu stellen, sich aktiv an den europapolitischen Debatten zu beteiligen und an der Wahl teilzunehmen. Die Europawahlen fänden in einer besonders schwierigen Zeit statt, in der jedoch weltweit viele Weichen für die Zukunft gestellt würden. Europa komme hierbei eine zentrale Rolle zu, so IXE. Eine hohe Wahlbeteiligung stärke die Rolle des Europäischen Parlaments und das Gewicht Europas. Bei den Europawahlen sollten die Kandidaten unterstützt werden, in deren Politik die Achtung der Menschenwürde und das europäische Interesse im Mittelpunkt stünden.

In ihrem Aufruf skizziert IXE drei zentrale globale Herausforderungen, vor denen die Europäische Union heute steht: Globalisierung, Klimawandel und demographischer Wandel.
Die dramatische Finanz- und Wirtschaftskrise mache einen umfassenden Neuaufbruch unabdingbar, um verloren gegangenes Vertrauen wiederzugewinnen. Dies erfordere auch eine Modernisierung und Stärkung des europäischen Modells der Sozialen Marktwirtschaft.
Die gemeinsame Verantwortung für künftige Generationen erfordere in punkto Klimaschutz vor allem in den Industriestaaten ein Umdenken hinsichtlich der Nutzung natürlicher Ressourcen, der Produktionsmethoden und des Lebensstils. Um den Auswirkungen des demographischen Wandels begegnen zu können, fordern die Mitglieder von IXE eine verstärkte Mobilisierung zentraler Politikfelder wie Bildung, Beschäftigung und Gesundheit. Insbesondere Familien und Migranten müsse mehr Wertschätzung und Unterstützung entgegengebracht werden.

IXE macht in ihrem Aufruf deutlich, dass nur ein geeintes, solidarisches und weltoffenes Europa, die anstehenden Aufgaben meistern könne. Der Vertrag von Lissabon mache die Union im internationalen Kontext noch handlungsfähiger und müsse daher unbedingt rasch ratifiziert werden.

Die Initiative Christen für Europa (IXE) entstand 2002 auf Initiative des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und der Semaines Sociales de France (SSF) und umfasst aktuell Mitglieder aus dreizehn europäischen Ländern.

Der Wahlaufruf ist in elf Sprachen unter www.initiative-ixe.eu abrufbar. Sperrfrist 1. April.