Montag, 19. September 2011

ZdK-Präsident Alois Glück: "Unsere Kirche braucht die Erfahrungen und Charismen der Frauen“

Zum 30. Jahrestag der Erklärung der deutschen Bischöfe "Zu Fragen der Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft"


„Die Erklärung der deutschen Bischöfe von 1981 ist ein wichtiger Wegweiser für die notwendige Weiterentwicklung unserer Kirche" erklärt der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, anlässlich des 30. Jahrestages der Erklärung der deutschen Bischöfe "Zu Fragen der Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft". Die damals für die Gesellschaft beschriebenen Positionen und Aufgaben seien in beachtlichem Umfang Wirklichkeit geworden, für unsere Kirche gelte dies nicht in vergleichbarer Weise, beschreibt der ZDK-Präsident die Situation.

"Die Zukunft unserer Kirche wird entscheidend davon abhängen, wie Frauen sich in die Gestaltung und Leitung unserer Kirche einbringen können", betont Alois Glück. Das Bischofswort vom 21.9.1981 habe zu seiner Zeit wegweisende inhaltliche Impulse gesetzt. "Realitätsnah und offen stellt uns dieser Text ein Modell der Partnerschaft von Männern und Frauen in Kirche und Gesellschaft vor Augen, das auch heute noch visionäre Züge trägt“, sagt Alois Glück.

„Wir brauchen in vielen Diözesen, Organisationen und Laienräten weitere Anstrengungen, um die Charismen und Kompetenzen von Männern und Frauen auf allen Ebenen wirksam werden zu lassen“, betont der ZdK-Präsident. Im begonnenen Dialogprozess müsse dies vorrangig auf die Agenda gesetzt werden. Darüber hinaus sei die Frage nach der Zulassung von Frauen zum Diakonat weiterhin ungeklärt.

"Ich freue mich, dass es uns mit der Kampagne ‚Frauen bewegen Kirche‘ auf der Homepage und der Facebook-Seite des ZdK  gelungen ist, einen Beitrag zur Erinnerung an die wichtige Erklärung der deutschen Bischöfe zu leisten", fügt Alois Glück hinzu. "Die individuellen Glaubenszeugnisse vieler Frauen aus dem ZdK zeigen die Vielfalt der Positionen und des Engagements von Frauen, ohne die unsere Kirche in Deutschland nicht vorstellbar ist."