Dienstag, 31. August 2010

ZdK-Präsident Glück begrüßt die überarbeiteten Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat die überarbeiteten Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch begrüßt.

"Die verschärften Richtlinien machen deutlich, dass die Opfer an erster Stelle stehen und es keinen fasch verstandenen Schutz der Institution Kirche gibt," betonte Glück am Dienstag, dem 31. August 2010. "Sie setzen ein klares Signal gegen Vertuschung und Verschleierung."

Glück begrüßte, dass die neuen Regelungen ein für die Opfer, aber auch für die Öffentlichkeit transparentes Verfahren im Umgang mit Missbrauch festlegen, das geeignet ist, verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen. "Gerade die Reglungen zu den Beauftragten und fachkundigen Beratern sowie zum Umgang mit den staatlichen Strafverfolgungsbehörden schaffen einen Raum, der den Opfern den Weg zu kirchlichen Stellen neu öffnet", betonte der ZdK-Präsident. Auch die Regelungen zur Hilfe für die Opfer setzten ein klares Signal dafür, dass sich die Kirche ihrer Verantwortung stellen wolle.

In aller Klarheit machten die Richtlinien, auch mit den Maßnahmen zur Prävention, deutlich, dass es für Täter keinen Platz in der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geben kann.

ZdK-Präsident Glück bedankte sich bei der Deutschen Bischofskonferenz und insbesondere bei dem Beauftragten für Fragen sexuellen Missbrauchs, Bischof Dr. Stephan Ackermann: "Die Richtlinien sind ein eindeutiges Signal dafür, dass alle Verantwortlichen in unserer Kirche sich ihrer Verantwortung stellen und alles in ihrer Kraft stehende unternehmen, um Kinder zu schützen und Kinderschutz zu gewährleisten."