Freitag, 28. Februar 2014

ZdK-Präsident Glück begrüßt neue Sozialinitiative der Kirchen

ZdK-Präsident Glück begrüßt neue Sozialinitiative der Kirchen

Als ein wichtiges Zeugnis für den Willen der Christen, über die Grenzen der Konfessionen hinaus Verantwortung für eine gerechte Gestaltung der Wirtschafts- und Sozialordnung zu übernehmen, hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken(ZdK), Alois Glück, die neue ökumenische Sozialinitiative der Kirchen begrüßt.

"Die drängendste Frage für uns als Christen muss sein, was unser Beitrag zur Linderung der Nöte der Menschen, zur Lösung der zentralen Fragen unserer Zeit ist", so Glück. "Das neue Sozialpapier der Kirchen ist hier ein wichtiger Diskussionsbeitrag, der ethische Maßstäbe für das Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigt. Es wird nun unsere Aufgabe als Christen sein, über diese Maßstäbe und deren praktische  Umsetzung miteinander und mit der Politik, den Sozialpartnern und mit vielen gesellschaftlichen Kräften ins Gespräch zu kommen. Nur so kann ein solcher Impuls zur geistigen Auseinandersetzung und einem fruchtbaren Prozess über drängende soziale und gesellschaftspolitische Fragen in Deutschland führen, an deren Ende die Entwicklung einer nachhaltigen Kultur des Lebens steht."

Alois Glück erinnerte daran, dass die neue Sozialinitiative auch unmittelbar an die Botschaft von Papst Franziskus aus "Evangelii Gaudium" anknüpft, in der er eine Wirtschaftsweise einfordert, die dem Menschen dient und den Menschen in den Fokus stellt. Dazu brauche es das verantwortliche Handeln des Einzelnen genauso wie veränderte, ordnungspolitische Strukturen. "Die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland hat bereits den Anspruch, diesen Maßstäben zu genügen, sie muss aber auf neu entstehende Herausforderungen wie Globalisierung, demografische Entwicklung sowie Klimawandel und Umweltprobleme reagieren und Anpassungen vornehmen", so der ZdK-Präsident.

Ausdrücklich begrüßte er, dass der Begriff „Verantwortungskultur“ in dem Text eine zentrale Rolle spielt. "Diese Verantwortungskultur gilt es, für alle Lebensbereiche wie das Finanz- und Wirtschaftswesen, Umwelt- und Klimaschutz, Fragen sozialer Gerechtigkeit z.B. im Bildungsbereich oder bei der Arbeitsmarktgestaltung zu entwickeln und zu definieren."

Auch die Kirchen forderte Alois Glück auf, den genannten ethischen Maßstäben in ihrem eigenen Handeln als Arbeitgeber, in der Finanz- und Anlageverwaltung, als Auftraggeber und Kunde gerecht zu werden und somit glaubwürdig zu sein.

 

Homepage zur Sozialinitiative der evangelischen und katholischen Kirche