Sonntag, 9. November 2014

ZdK-Präsident Glück ruft zu ökumenischem Aktionsbündnis für Palliativ- und Hospizbegleitung auf

Grußwort vor der Synode der EKD in Dresden

 

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat die Christen in Deutschland dazu aufgerufen, ein breites Aktionsbündnis zur Förderung von Palliativ- und Hospizbegleitung zu schmieden.

 

"Das ist eine Aufgabe für die Ökumene der Taten", so Alois Glück in seinem Grußwort vor der Synode der EKD am Sonntag, dem 9. November 2014, in Dresden. "Ich schlage vor, dass unsere beiden Kirchen in Zusammenarbeit mit der Hospizbewegung und anderen interessierten gesellschaftlichen Gruppen dafür ein Aktionsbündnis schmieden." Eine solche Initiative sei eine Gemeinschaftsaufgabe für alle Christen, so der ZdK-Präsident. Dabei gehe es nicht nur um die notwendigen Strukturen und Angebote für Medizin, Pflege und Begleitung. Es gehe um ganz grundsätzliche Fragen der Situation von schwerkranken und sterbenden Menschen in der Gesellschaft und um grundlegende Fragen der Lebens-, Sterbe- und Trauerkultur.

 

Glück erinnerte in diesem Zusammenhang an die Position des ZdK, das sich für ein ausnahmeloses und strafbewehrtes Verbot jeder Form der organisierten Beihilfe zum Suizid einsetzt. "Darüber hinaus fordern wir den Bundestag auf, zeitgleich die palliative Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen umfassend zu verbessern und strukturell abzusichern. Dazu gehört neben palliativmedizinischen und palliativpflegerischen Maßnahmen auch die psychosoziale und hospizliche Begleitung der Betroffenen. Beides zusammen, das Verbot der organisierten Beihilfe zum Suizid wie die Sicherstellung umfassender palliativer Versorgung, gebietet der Respekt vor der Selbstbestimmung jedes Menschen und seiner unantastbaren Würde in der  Lebenssituation des Sterbens."

 

In seinem Grußwort würdigte der Präsident des ZdK mit  Blick auf den 25. Jahrestag des Falls der Mauer  den Prozess der Einigung Deutschlands: " Ich bin nicht nur für den 9. November dankbar, sondern auch für diese 25 Jahre danach und für alles, was die Menschen hier in den neuen Ländern geleistet haben!"

 

Dank an Nikolaus Schneider

 

Zum Schluss seines Grußwortes dankte Alois Glück dem scheidenden Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider. "Sie waren für uns und für mich ein immer ansprechbarer, immer fairer, immer brüderlicher Gesprächspartner. Ich danke Ihnen für Ihren Dienst für Ihre Kirche und zugleich für Ihren Dienst in Politik und Gesellschaft. Wie bei einer Bergwanderung gab es dabei leichte und schwere Etappen. Wann immer ich Sie traf, habe ich mich darauf gefreut. Das wird auch in Zukunft so sein. Herzlichen Dank für alles."

 

(Den Wortlaut des Grußwortes finden Sie unter "Reden und Beiträge" )