Freitag, 7. September 2001

ZdK-Präsident Meyer zur Christenverfolgung in islamischen Staaten

Mit tiefer Sorge beobachtet das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) die bedrückende Entwicklung, dass Christen in verschiedenen islamischen Ländern, wie Afghanistan, Indonesien, Nigeria und Saudi-Arabien, ihres Glaubens wegen bedroht und ihrer Menschenrechte beraubt werden.

Vor dem Hauptausschuss des ZdK am Freitag, dem 07. September 2001 verwies der Präsident, Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, besonders auf die gegenwärtige Situation in Afghanistan, wo Christen, die ins Land gekommen waren, um in tiefster Not Hilfe zu bringen, nun gemeinsam mit ihren afghanischen Mitarbeitern von dem Taliban-Regime, unter Missachtung aller Menschenrechte, verfolgt werden.

Auch die verantwortlichen Kräfte im Westen, so der ZdK-Präsident, müßten sich fragen lassen, welche Mitschuld sie daran trügen, dass eine solch menschenverachtende Herrschaft in diesem unglücklichen Land errichtet werden konnte.

Weiter gab Meyer seiner Verwunderung darüber Ausdruck, mit welcher relativen Gleichgültigkeit die westlichen Gesellschaften auf diese Art von Menschenrechtsverletzungen reagierten.