Freitag, 4. Mai 2001

ZdK-Präsident fordert Stärkung der Generationengerechtigkeit

Mit Blick auf die Urteile des Bundesverfassungsgerichts zur Pflegeversicherung hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer erneut eine Stärkung der Generationengerechtigkeit gefordert. Ob der Erfolg, den das Urteil für Familien bedeute, auch zu einem politischen Erfolg werde, hänge von der konkreten Ausgestaltung und Umsetzung der Forderungen des Gerichtes an eine familiengerechte Pflegeversicherung und von der Fortentwicklung anderer Zweige der sozialen Sicherung, insbesondere der Rentenversicherung, ab, so Meyer vor der ZdK-Vollversammlung am 4. Mai 2001.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken regte an, vor allem über eine nach der Kinderzahl gestaffelte Höhe der Renten, über flexible Rentenanwartschaften sowie die Einführung einer Familienkasse nachzudenken. Von besonderer Bedeutung sei auch die Frage nach der Verbreiterung des Versichertenkreises. Eine allgemeine gesetzliche Rentenversicherung mit sozialen Umverteilungselementen sei nur legitim, wenn sich besonders gut situierte Kreise nicht aus dem System verabschieden könnten.