Freitag, 19. November 2010

ZdK fordert gesetzliches Verbot der Präimplantationsdiagnostik

Vollversammlung des ZdK am 19./20. November 2010

Die ZdK-Vollversammlung hat am Freitag, dem 19. November 2010, mit überwältigender Mehrheit ein gesetzliches Verbot der Präimplantationsdiagnostik gefordert. Wörtlich lautet der Beschluss:

Durch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 6. Juli 2010 ist deutlich geworden, dass die strengen deutschen Gesetze zum Embryonenschutz und zur Gendiagnostik – entgegen der bisherigen Rechtsprechung – kein generelles Verbot der PID regeln. Das Urteil macht eine unverzügliche erneute Befassung des Deutschen Bundestages mit den Grenzen der Reproduktionsmedizin notwendig. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ruft nach reiflicher Abwägung auch der schwierigen Lebenssituation betroffener Paare die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, sich für ein gesetzlich ausdrücklich verankertes Verbot der PID in Deutschland auszusprechen, denn PID bedeutet Tötung von Embryonen allein wegen ihrer genetischen Eigenschaften und damit eine dramatische Diskriminierung insbesondere behinderten menschlichen Lebens.

" Der Beschlussantrag war von Dr. Peter Liese MdEP und weitern ZdK-Mitgliedern in die Vollversammlung eingebracht worden. Die Begründung des Antrags ist auf www.zdk.de/erklärungen dokumentiert.