Dienstag, 27. Mai 2014

Einschätzung des ZdK-Präsidiums zu den Ergebnissen der Befragung "Frauen in Leitungspositionen im ZdK, in den Diözesanräten und in den Organisationen der AGKOD"

Vollversammlung am 27./28. Mai 2014

Die Ergebnisse der Befragung "Frauen in Leitungspositionen im ZdK, in den Diöze-sanräten und in den Organisationen der AGKOD" machen sichtbar, dass auf allen untersuchten Ebenen bereits eine größere Zahl von Frauen in Leitungspositionen vertreten ist. Sowohl bei den befragten Diözesanräten als auch bei den katholischen Organisationen auf der Bundesebene finden sich mehr als 30% Frauen in Führungsaufgaben. Insgesamt ergibt sich für die ehrenamtlichen wie hauptamtlichen Leitungspositionen im untersuchten Bereich fast durchgehend ein Frauenanteil in der Größenordnung von 35 - 40 Prozent – das ist ein gutes Ergebnis. Die katholischen Laienorganisationen und -räte erfüllen damit bereits jetzt das Ziel einer 30-Prozent-Quote, das Bischof Franz-Josef Bode für leitende Funktionen in der katholischen Kirche benannt hat.

Das Präsidium dankt allen, die zur Verwirklichung dieser Studie beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt all denen, die sich an der Online-Befragung beteiligt haben. Die außerordentlich hohe Beteiligung von mehr als 85 Prozent der Befragten zeigt, welch große Bedeutung dem Anliegen einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an den Leitungspositionen in der katholischen Kirche zugemessen wird.

Trotz der positiven Ergebnisse der Studie gilt es aber, in den Bemühungen um eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern nicht nachzulassen. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Durchschnittswerte, von denen Einzelfälle zum Teil stark abweichen. Es sind an einigen Stellen durchaus noch größere Anstrengungen erforderlich, um zu einer stärkeren Repräsentanz von Frauen zu gelangen. Das ZdK-Präsidium appelliert daher an alle katholischen Laienräte und -organisationen,  Frauen gezielt zu fördern und sich auch künftig für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in den eigenen Leitungsstrukturen einzusetzen (soweit sie nicht Frauen- oder Männerverbände sind). Das Präsidium wird sich darüber hinaus vertiefend mit den Ergebnissen der Studie befassen. Es strebt an, die Untersuchung nach vier Jahren zu wiederholen. Ziel bleibt es, langfristig eine paritätische Beteiligung von Frauen und Männern an Leitungspositionen auf allen Ebenen des Laienkatholizismus und in allen kirchenrechtlich möglichen Bereichen der katholischen Kirche zu erreichen, wie wir es bereits in der Erklärung "Für ein partnerschaftliches Zusammenwirken von Frauen und Männern in der Kirche" im Jahr 2011 gefordert haben.