Dienstag, 1. Dezember 2015

Was Leben gelingen lässt. Familienbildung und -pastoral an der Seite der Menschen

Rede von Birgit Mock, familienpolitische Sprecherin des ZdK, beim Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung (AKF) am 25. November 2015 in Würzburg

                                                                                                     UNKORRIGIERTES

                                                                                                     REDEMANUSKRIPT

 

                                                                                                  Es gilt das gesprochene Wort.

 

 

Lieber Herr Hoffmann, lieber Herr Erzbischof Koch,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

Gelingendes Leben – an der Seite der Menschen – im Lebensverlauf. Was Paare und Familien brauchen. Mit diesen Stichworten ist mein Beitrag in Ihrem Festprogramm überschreiben.

Dazu will ich einige Gedanken mit Ihnen teilen, auch einige Fragen formulieren.

Ich tue das nicht als Theologin – der theologische Vortrag folgt ja gleich – ich spreche als gläubige Katholikin, als Naturwissenschaftlerin, als langjährig verheiratete Ehefrau und Mutter von zwei inzwischen großen Kindern, als Angestellte in einer Leitungsposition im kirchlichen Kontext, als ehrenamtlich engagierte Verbandsfrau.

Ich habe also Erfahrungen mit der Kirche und in der Kirche. Ich habe Erwartungen an die Kirchenleitung. Ich habe auch Erwartungen an die Kirche als ganzes, doch dabei bin ich als aktives Mitglied dieser Kirche immer schon mitadressiert.

Der Caritasverband hatte eine seiner letzten Jahreskampagnen überschrieben mit "Familie schaffen wir nur gemeinsam." Ich bin überzeugt, das gilt auch für Kirche – weshalb ich mich auch sehr über das Signal freue, das von dem jüngsten Wort der deutschen Bischöfe zur Erneuerung der Pastoral "Gemeinsam Kirche sein" ausgeht.

Was brauchen Paare und Familien?

Diese Frage könnte unterstellen, dass Paare und Familien per se schon bedürftig sind. Sicher haben sie Unterstützungsbedarf, aber bevor ich darauf zu sprechen komme, will ich betonen, dass Paare und Familie – als Basiseinheit der Gesellschaft, wie so oft gesagt wird – viel schaffen. Man könnte auch sagen, erstaunlich viel, aus eigener Kraft, auch mit Gottes Hilfe, und auch aus Kräften, die erst aus der Solidarität in der Partnerschaft und in der Familie erwachsen. Stabile Partnerschaften und generationenübergreifende Verantwortungsgemeinschaften sind das Rückgrat der Gesellschaft, sie sind zu allererst Leistungsträger und Gestaltende und weniger Leistungs- oder gar Almosenempfänger.

Bevor wir uns fragen, was sie zusätzlich brauchen, sollten wir darum darauf schauen, was sie davon abhalten könnte, ihr Potential zu entfalten. Es wäre schon einiges gewonnen, wenn es weniger Hindernisse und Bremsklötze für gelingendes Familienleben gäbe.

Was kann damit gemeint sein?

Ich denke an eine Arbeitswelt, die häufig noch viel zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse von Familien nimmt, weil sie auf effiziente, nahezu allzeit verfügbare Arbeitskräfte setzt, auf Menschen, die teilweise bis zur Selbstausbeutung zu gehen bereit sind, auch weil sie häufig existentiell von der Teilhabe am Erwerbsleben abhängig sind.

Ich denke an ein soziales Umfeld, in dem Mütter und Väter es angesichts der Erwartungen, mit denen sie konfrontiert werden, eigentlich nur verkehrt machen können: Indem sie ihre Kinder entweder zu wenig oder zu viel oder einfach falsch fördern, indem sie entweder zu selbstbezogen ihre berufliche Karriere verfolgen oder leichtfertig durch berufliche Auszeiten ihre eigene soziale Absicherung aufs Spiel setzen.

Ich denke an eine Kirche, die – mindestens war das bis kurz vor der Familiensynode so – zwischen regulären und irregulären Familiensituationen unterscheidet und dabei die Latte für viele so hoch legt, dass es eigentlich das Bequemste ist, drunter her zu laufen.

Darum möchte ich den Titel etwas variieren. Was Paare und Familien von der Kirche gut gebrauchen können, ist pastoraler Rückenwind und analog in der Gesellschaft politischer Rückenwind.

Wir müssen uns aber auch darüber klar sein, dass sie auch anders irgendwie zurechtkommen. Dann aber vielleicht außerhalb der Kirche und in einer Gesellschaft, in der jeder seine eigenen Schäfchen ins Trockene bringt. Kirche und Gesellschaft aber brauchen die Paare und Familien für ihre Zukunft, sie brauchen ihre gelebte Solidarität, als Modell und als Ort, an dem so vieles gelernt und grundgelegt werden kann für ein gelingendes Leben.

Damit ist das zentrale Thema und Stichwort aber nicht mehr und nicht nur Barmherzigkeit, sondern auch und vor allem Gerechtigkeit. Paare und Familien brauchen nicht die Aufmerksamkeit der Kirche und der Politik, sondern sie verdienen sie.

Dazu einige Beobachtungen:

Neulich hatte ich die Gelegenheit zum Austausch mit einer leitenden Mitarbeiterin des Bundesfamilienministeriums, die die aktuellen Schwerpunkte ihres Hauses vorstellte. Dabei kam sie auch auf das Thema "Gleichgeschlechtliche Lebensweisen" zu sprechen. Im Ministerium kümmert sich neuerdings ein eigenes Referat um den Abbau von Diskriminierungen und die damit verbundenen spezifischen Fragestellungen. Ich begrüße das sehr. Mit meiner Frage, ob es denn auch ein eigenes Referat für Fragen der Ehe gebe, habe ich sie dann wohl etwas überrumpelt. Nein, das liege – wie vieles andere – im Grundsatzreferat, war die Antwort.

Das ist eine merkwürdige Schieflage. Ich finde, wir müssen aufpassen, dass wir nicht von dem einen Extrem in ein anderes fallen: Es ist gut, dass eine Diskriminierung von Partnerschafts- und Familienformen, die nicht ehebasiert sind, (womit vielen Menschen über viele Jahre ihre Würde abgesprochen und großes Unrecht angetan wurde,) abgebaut und beendet wird. Wir dürfen aber jetzt, bei der notwendigen Würdigung und der Durchsetzung von längst fälligen Rechten, auch nicht die „ganz normalen“ Ehen aus dem Blick verlieren.

Sie kennen alle die Zahlen: Nach wie vor wünschen sich mehr als 80 % der Menschen in Deutschland eine Partnerschaft, die lebenslang hält, und fast alle glauben auch daran, dass das gelingen kann (die älteren Menschen etwas weniger, als die jüngeren, das mag mit Lebenserfahrung zu tun haben). Nach den beiden Extremen sind wir hier in einem Spannungsfeld angekommen, gesellschaftlich wie kirchlich, dem wir uns stellen müssen und vor dem wir uns nicht wegducken dürfen.

Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz. So steht es im Grundgesetz in Artikel 6. Im Zentralkomitee der deutschen Katholiken haben wir uns intensiv damit auseinandergesetzt, inwiefern diese beiden Lebensbereiche zwar zusammengehören, aber immer wieder auch getrennt betrachtet werden müssen, damit wir sie mit ihren spezifischen Merkmalen und Leistungen angemessen würdigen können. Zum Beispiel mit Blick auf Paare, die keine Kinder haben, und hierfür können ja unterschiedliche Gründe ausschlaggebend sein. Aber auch mit Blick auf Familien, die eben nicht ehebasiert sind, und gleichzeitig das Wichtigste den Kindern mitgeben, was wir uns nur wünschen können: liebevolle Sorge, Beheimatung, Anerkennung als Subjekte und die Erfahrung geliebt zu werden, als ganze Person.  

Ich finde daher die jüngst von einigen namhaften katholischen Politikern vorgestellten Überlegungen interessant, in Artikel 6 des Grundgesetzes, nicht in der Überschrift, aber in den darauf folgenden Sätzen einen Passus aufzunehmen, der auch andere stabile Partnerschaftsformen, in diesem Fall die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft, unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt.

Außerdem frage ich mich selbst zuweilen, ob uns diese Regelungen leichter fallen würden, wenn wir die Reihenfolge in Artikel 6 umdrehen würden: Familie und Ehe stehen unter einem besonderen Schutz. Für den Schutz von Familie könnte dann der Blick zuerst darauf gerichtet werden, was für Kinder wichtig ist. Und danach richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Förderung von auf Dauer angelegten und für das Leben offenen Partnerschaften, was für eine Gesellschaft zum großen Teil ganz pragmatische Gründe hat. 

Wie ist das aber nun mit den Kindern in Deutschland? Daran schließt sich die zweite Beobachtung an: Den Erhebungen des Hamburger Weltwirtschaftsinstitutes (HWWI) zufolge zählt Deutschland seit 1970 weltweit zu den Ländern mit der niedrigsten Fertilität.[1] Auch wenn es andere Länder mit niedrigen Geburtenraten gibt wie Italien, Großbritannien, Schweden oder Tschechien, so handelt es sich dort doch um kurzzeitigere Trends, wohingegen in Deutschland diese Entwicklung seit mehreren Dekaden anhält.[2] In 2011 wurden in Deutschland 663.000 Kinder geboren, das ist die niedrigste Zahl seit 1946. Erst seit 2012 steigen die Zahlen wieder an, 2014 gab es 715.000 Geburten in Deutschland.[3]

Es erfordert heute richtig Mut, sich für Kinder zu entscheiden. Und wenn man sich die Befragungen des Bundesinstitutes für Bevölkerungsforschung (BiB) von 2013 anschaut, sieht man dort, dass neben natürlichen und strukturellen Bedingungen vor allem auch kulturelle Faktoren eine Rolle spielen. Welche kulturellen Bilder von Familie, welche unausgesprochenen Leitbilder von guter Mutter- und Vaterschaft liegen zugrunde? Hier stehen viele Forschungen noch am Anfang, klar ist aber, dass der Einfluss von Leitbildern in der Bevölkerungsforschung immer noch viel zu sehr unterschätzt wird. Zwei Leitbilder, die Christine Henry-Huthmacher von der Konrad-Adenauer-Stiftung mit einigen Wissenschaftlern des BiB (zusammen mit diesen Ergebnissen) in der Studie „Familienleitbilder in Deutschland“ ausgearbeitet hat, will ich hier nennen, um das zu konkretisieren:

Das  Leitbild der idealen Partnerschaft: Wer ist der oder die Richtige für mich? Angesichts des Wandels der Geschlechterrollen und der erwarteten Arbeitsteilung gestaltet sich die Suche nach einem passenden Partner zunehmend schwierig und bleibt nicht selten erfolglos. Traditionell orientierte Männer halten nach Frauen Ausschau, die in der Familienarbeit ihre Hauptzuständigkeit sehen, und treffen auf Frauen, die genau diese Aufgabenverteilung ablehnen. Moderne, gut ausgebildete Frauen suchen Männer, die sich auch an der Familienarbeit beteiligen und ihre Erwerbsarbeit notfalls reduzieren, und finden sie nicht in ausreichender Zahl.

Das Leitbild des richtigen Zeitpunktes der Familiengründung: Es setzt sich immer mehr die Idealvorstellung durch, „reif für ein Kind“ sein zu müssen, wobei nur selten definiert wird, was genau mit „reif“ gemeint ist. Diese Frage wird heute ernsthafter erwogen, als noch vor einigen Jahrzehnten, so die Forscher des BiB. „Nicht nur auf den Eltern […], sondern bereits auf jenen, die erwägen, Eltern zu werden, lastet der Normenkomplex der 'verantworteten Elternschaft' […], der besagt, dass derjenige, der Kinder in die Welt setzt, auch die Verantwortung dafür trägt, dass es diesen Kindern gut geht und dass sie sich optimal entwickeln.“[4] Das ist in der Sache etwas Gutes, gleichzeitig führt es auch oft zu einem Gefühl der Überforderung und trägt faktisch dazu bei, dass junge Menschen ihren Kinderwunsch immer später realisieren.

Und da sind wir noch nicht bei den Erwartungen und Bildern, den Leit- und Lehrbildern der Kirche (womit ich, wie schon eingangs betont, keinesfalls einseitig "die Bischöfe" oder "Rom" adressieren will). Es kann sich auch bei einer "Durchschnitts-Katholikin" wie mir zuweilen der Eindruck festsetzen, immer ein wenig hinter den Ansprüchen zurückzubleiben. Wirklich regulär, um dieses hoffentlich überkommene Wort noch ein letztes Mal zu benutzen, erscheinen in diesem Bilderrahmen nur die Familien, die sich an alle Spielregeln halten und auch in der Vergangenheit daran gehalten haben. Familien, in denen die Eltern vor der Ehe nicht zusammengelebt haben und sexuell enthaltsam waren und in denen keine künstlichen Methoden der Empfängnisregelung angewandt wurden.

Man kann nicht oft genug die heute auch anwesende Auditorin der außerordentlichen Versammlung der Bischofssynode 2014, Ute Eberl, zitieren, die sinngemäß sagte: Es kommt darauf an, dass die Kirche bei den Menschen ins Wohnzimmer schaut und an ihrem Familienalltag Anteil nimmt, und nicht zuerst ins Schlafzimmer.[5]

Familienleben ist auch innerhalb der katholischen Kirche vielfältig und – das blenden wir oft aus - war es immer schon. Die beiden Befragungen im Vorfeld der Versammlungen der Bischofssynode haben deutlich zutage gefördert, wie wichtig den meisten Gläubigen gelingende Partnerschaft, Ehe und Generationenbeziehungen sind, wie sehr sie den orientierenden Rahmen der christlichen Heilsbotschaft schätzen – und wie wenig sie gleichzeitig, als religiös sozialisierte, gewissenhafte und auch "gewissensbegabte" Gläubige, bereit sind, sich auf ihrer Lebenswelt fremde Handlungsanweisungen der Institution Kirche einzulassen.

Für diese breite Mitte unserer Kirche sprechen wir als Zentralkomitee der Katholiken, nicht aus Lust an der Provokation, sondern um diesen Gläubigen authentisch eine Stimme zu geben.

Und so glaube ich auch, dass wir uns mit den Bewertungen von Sünde und dem damit einhergehenden Sprachgebrauch neu auseinandersetzen müssen. Eine schwere Sünde zu begehen, bedeutet eine bewusste Abkehr von Gott vorzunehmen, und insofern ist es auch wirklich schwer, eine schwere Sünde zu begehen.[6] Es geht nicht darum, Maßstäbe von richtig und falsch grundsätzlich außer Kraft zu setzen. Es ist aber mehr als an der Zeit, jungen Menschen, die als Paar vor und auch außerhalb einer Ehe wertschätzend und in Liebe zusammenleben, nicht zuzuschreiben, sie lebten in Sünde.[7] Das Gleiche gilt für Paare in einer zivilen Zweitehe nach einer Scheidung und für homosexuelle Lebenspartnerschaften.  

In der Sexualethik sind wir hier schon längst weiter. Wir sprechen von Polyvalenz von Sexualität und wissen darum, dass Sexualität nicht nur eine lebensspendende Kraft ist, sondern dass Sexualität auch beziehungsstiftend und identitätsstiftend ist. Wir müssen hier also zu neuen Bewertungen kommen. Dabei sollten wir auch immer wieder in die Überlegungen einbeziehen, wer in unserer Kirche diese Bewertungsentscheidungen trifft.

An dieser Stelle will ich ausdrücklich würdigen, wie nah und wie einfühlsam am Leben der Paare und Familien diejenigen sind, die – sozusagen operativ – in der Ehe-, Beziehungs- und Familienpastoral tätig sind. Sie geben pastoralen Rückenwind, und es ist gut, wenn sie dafür die nötige Rückendeckung der kirchlichen und politischen Entscheidungsträger haben.

Mein besonderer Dank gilt Ihnen als Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung, die Sie dafür seit 50 Jahren als Fachverband einstehen, durch inhaltliche Impulse und durch ermöglichende Strukturen. Ein weiterer Dank gilt all denjenigen in Kirche, Politik und Verwaltung, die die Arbeit der AKF ermöglichen.

Ich möchte Ihnen als AKF auch ausdrücklich für das Engagement danken, mit dem Sie unsere Arbeit im Zentralkomitee unterstützen. Mit Ihren Rückmeldungen zu unserem letzten Familienpapier "Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen"[8], mit ihrer fachkompetenten Beteiligung beim Runden Tisch Familie von ZdK und Bischofskonferenz, mit der vielfältigen Mitwirkung bei unserem gemeinsamen Familien-Hearing[9] in diesem Sommer in Berlin, mit dem kontinuierlichen Engagement in der Vorbereitung und Durchführung der Deutschen Katholikentage und vielem mehr.

Darüber hinaus sind Sie vielfach vor Ort unterwegs. Sie beteiligen sich als katholischer Träger an dem großen Projekt des Bundesfamilienministeriums „Elternchance ist Kinderchance“ zur Aus- und Weiterbildung von Elternbegleiter/inne/n. Und schließlich: Sie haben echt gute Fotos auf der Homepage und erinnern uns alle daran, dass es sich lohnt, der Arbeit mit Bildern größere Aufmerksamkeit zu schenken.

Als AKF sind Sie ein Modell dafür, wie eine katholische Organisation Familien begegnen sollte: indem sie sich einlässt auf ihre Vielfalt, auf ihre Unordnung, auf ihren Rhythmus, auf ihre Zerbrechlichkeit und auf ihre Schätze –

"Edelsteinmomente" sagen Sie selbst so passend dazu. Damit geben Sie Raum für Entfaltung und Wachstum. Damit lassen Sie die Menschen spüren, dass Leben in Fülle immer auch Leben in Beziehungen ist.

Vielen Dank!

 

 Birgit Mock, familienpolitische Sprecherin des ZdK



[1] Vgl. dazu die Meldung des HWWI vom 30.05.2013 http://www.hwwi.org/publications/update/hwwi-update-singleview/6386?no_cache=1.html (abgerufen am 24.11.2015)

[2] Vgl. Christine Henry-Huthmacher (Hrsg.), Norbert F. Schneider, Sabine Diabaté, Detlev Lück, Familienleitbilder in Deutschland. Ihre Wirkung auf Familiengründung und Familienentwicklung. Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung, 2014, S. 9.

[3] Vgl. Destatis, Pressemitteilung Nr. 302 vom 21.08.2015: Mehr Geburten und weniger Sterbefälle im Jahr 2014 (https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/08/PD15_302_126.html, abgerufen am 24.11.2015)

[4] Vgl. Henry-Huthmacher u.a., a.a.O., S. 22

[5] Vgl. Deutsche Bischofskonferenz, Pressemeldung vom 14.10.2014: Positive Halbzeitbilanz der Bischofssynode (http://www.dbk.de/presse/details/?presseid=2654&cHash=198b4a830773f688875c8d6ad2abcc2f, abgerufen am 24.11.2015)

[6] Vgl. dazu Kardinal Walter Kasper im Vorfeld der Bischofssynode 2015: "Zur schweren Sünde gehört nicht nur die materia gravis, die Zuwiderhandlung zum Gebot Gottes in einer schwerwiegenden Sache; dazu gehört auch das Urteil des persönlichen Gewissens, die Zustimmung des Willens - für Thomas [von Aquin] ist die Intention des Willens sogar ganz entscheidend; schließlich ist die Berücksichtigung der konkreten Umstande bedeutsam." (Walter Kardinal Kasper, Nochmals: Zulassung von wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten?. Ein dorniges und komplexes Problem, in: Stimmen der Zeit, Nr. 7/2015, S. 441)

[7] Vgl. dazu auch Bischof Dr. Franz-Josef Bode in seinem Redebeitrag vor der Bischofssynode 2015: "Können wir junge Paare, die – nicht nur in Deutschland – in aller Regel zunächst in einer nicht ehelichen Gemeinschaft zusammenleben, wirklich für die Ehe gewinnen, wenn wir ihnen als Erstes vorhalten: Ihr lebt in schwerer Sünde?" (veröffentlicht als Meldung der Deutschen Bischofskonferenz am 14.10.2015: http://www.dbk.de/nc/presse/details/?presseid=2932, abgerufen am 24.11.2015)