Salzkörner

Montag, 5. November 2012

Frauenquote

Editorial

Es ist uns einfach passiert. Für eine der letzten Ausgaben waren – neben drei Männern – drei Autorinnen angefragt, aber jeder dieser Artikel kam aus unterschiedlichen Gründen nicht zustande. Eine Frau schlug wegen Arbeitsüberlastung ihren Vertreter vor, eine andere erkrankte längerfristig, eine dritte wechselte den Job und konnte aus damit zusammenhängenden Gründen die Zusage nicht einhalten. Nachgefragt wurde dann, teils auf Empfehlung, in jedem dieser Fälle ein Ersatzmann.

Und dann erschien eine Salzkörner-Ausgabe nur mit männlichen Autoren. Das war nicht unsere Absicht, und das ist auch nicht üblich. In den Salzkörnern schreiben immer wieder sachkundige Frauen, engagieren Frauen sich doch in Gesellschaft und Kirche ebenso kompetent wie Männer.

In dieser Ausgabe zeigen wir, dass wir es auch anders können. Abgesehen von diesem Editorial besteht dieses Heft ausschließlich aus Beiträgen von Verfasserinnen. Und das ist, wie Sie lesen werden, gut so.

Die ganze Sache hat uns im Generalsekretariat des ZdK und in der Redaktion der Salzkörner noch einmal auf etwas hingewiesen, das für viele vergleichbare kirchliche und gesellschaftliche Akteure gilt: Wir alle müssen die Augen in unserem Alltag offenhalten, was das partnerschaftliche Zusammenwirken von Männern und Frauen angeht. Achtgeben, achtsam sein auf eine Frage, die keine "Frauenfrage" ist, sondern etwas zu tun hat mit Kompetenz und Beteiligung.

In diesem Sinne also: Pardon, und: es wird uns nicht wieder so einfach passieren.

 

Autor: Stefan Vesper

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