Salzkörner

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Für islamischen Religionsunterricht

Dass unser Gesprächskreis "Christen und Muslime" beim ZdK seine erste Erklärung veröffentlicht hat, ist eine gute Nachricht. Und das Thema ist hochaktuell: "Islamischer Religionsunterricht als Chance für Integration und Dialog".

Es ist das besondere dieses Gremiums, dass Christen und Muslime gemeinsam beraten, sich im Dialog verständigen und nun auch gemeinsam öffentlich Stellung beziehen. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Einführung von Islamischem Religionsunterricht nach Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes ein wichtiger Schritt und Beitrag zur Integration wäre.

Die Erklärung verschweigt nicht, dass es auf dem Weg dahin noch viele Hürden zu überwinden gilt, die besonders in der Organisationsform der Muslime als Ansprechpartner für den Staat begründet liegen. Aber deshalb darf das Ziel nicht aus den Augen verloren werden. Denn gerade die Entwicklung, die auf einem solchen Weg angestoßen wird, kann zu einer Veränderung auch der Muslime in Deutschland und damit zu einer besseren Ausgangsbasis für den gegenseitigen Dialog führen.

Mit dieser Erklärung werden die Katholiken in die Pflicht genommen, die Akzeptanz des Islamischen Religionsunterrichts in der Bevölkerung zu stärken und dessen positive Auswirkungen deutlich zu machen. Auf der anderen Seite erklären sich aber auch Muslime bereit, den konfessionellen Religionsunterricht in Deutschland zu unterstützen, wie sie es ja bereits an der Seite von "Pro Reli" in Berlin tun.

Nicht zuletzt: Wer den Text als Christ liest, vergewissert sich neu der Bedeutung des konfessionellen Religionsunterrichtes in der Schule. Er ist und bleibt ein Gewinn und eine Chance.

Autor: Stefan Vesper

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