Salzkörner

Mittwoch, 9. Mai 2012

INkonzept – Wir helfen Ihnen helfen

Finanzielle Förderung für freiwillig Engagierte Ein Projekt des Diözesanrates Rottenburg-Stuttgart

 

Ein langfristig angelegtes Projekt mit einem Finanzvolumen von 1 Million Euro pro Jahr aufzulegen, ist in Zeiten eines labilen globalen Finanzmarkts auch für den Diözesanrat einer großen Diözese kein Pappenstiel. Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart – gleichzeitig Kirchensteuervertretung der Diözese – geht ungewöhnliche Wege in der Förderung des Ehrenamts.

"Die Förderung des Ehrenamts und das Thema Armut prägten die letzte Amtsperiode unseres Diözesanrats«, erläutert Diözesanratssprecher Dr. Johannes Warmbrunn, "der Diözesanrat hat in Zusammenarbeit mit dem Diözesancaritasverband einen Kinder-Armut-Reichtums-Bericht für Baden-Württemberg in Auftrag gegeben, wollte sich aber nicht mit der Problemanalyse zufriedengeben. Er hat sich dafür eingesetzt, das Ehrenamt zu stärken und wollte aktiv ein nachhaltiges Signal dafür setzen." Beide Anliegen vereint jetzt das finanzielle Förderkonzept INkonzept, das ehrenamtliche Initiativen gegen Benachteiligung unterstützt. 1.000 Projekte können damit mit bis zu 1.000 Euro im Jahr gefördert werden. Dazu kommt die Unterstützung durch die Öffentlichkeitsarbeit, die die geförderten Projekte im Sinne von Best-Practice-Beispielen bekannt macht. Im Wesentlichen müssen die Projekte zwei Bedingungen erfüllen: 1. die Kooperation mit zwei nicht-katholischen Partnern wie Schulen, evangelischen Kirchengemeinden, Kommunen, Unternehmen und 2. eine Komplementärfinanzierung von anderer Seite in derselben Höhe.

Jobpaten, die in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer leistungsschwachen Hauptschülern beim Übergang von der Schule in den Beruf zur Seite stehen, werden von INkonzept gefördert. Weitere Beispiele sind ein Gemeindechor, der mit städtischer Hilfe Gitarrenunterricht für Werkrealschüler mit Migrationshintergrund ermöglicht, eine Koordinationsstelle für "Betreutes Wohnen zu Hause", ein ökumenischer Hospizdienst, ein Besuchsdienst für einsame Ältere und eine Neukonzeption für Eltern-Kind-Gruppen.

"Gar nicht so einfach ist es", stellt Diözesanratsgeschäftsführer Hermann Steur fest, "den Initiativen nahezubringen, dass die Fördermittel nicht in das Projekt einfließen, sondern gezielt für die Ehrenamtlichen selbst eingesetzt werden sollen – für Fortbildungen, für spirituelle Anregungen, für Supervision. Die Ehrenamtlichen tun oft zu wenig für sich selbst. Wir sind der Überzeugung, dass eine gute und qualifizierte Begleitung die Ehrenamtliche wirklich stärken kann – in jeder Hinsicht."

Der durchaus erwünschte Nebeneffekt: INkonzept bringt den Diözesanrat mit unterschiedlichsten Ebenen in Kontakt:

Mitglieder des Diözesanrats, Caritas-Mitarbeiter und Dekanatsreferenten fungieren als örtliche INkonzept-Ansprechpartner, beraten Interessierte und helfen bei der Antragstellung.

 

Mehr Informationen finden Sie unter www.inkonzept.drs.de oder bei der Geschäftsstelle Diözesanrat, Jahnstraße 30, 70597 Stuttgart, Tel. 0711 9791-214, Fax -154, dioezesanrat@bo.drs.de

 

 

 

 

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