Salzkörner

Montag, 29. August 2011

In Gemeinschaft mit Papst Benedikt

Editorial

Im Hochgebet einer jeden Eucharistiefeier verbinden sich die katholischen Christen – ausdrücklich und ausgesp-rochen – mit ihrem Bischof und mit dem Papst als Zeichen der Einheit der weltweiten Kirche. So verbinden sich die Katholiken in Warschau in jeder heiligen Messe mit ihrem Bischof Kazimierz und mit Papst Benedikt. Und die Katholiken in Paris mit ihrem Bischof André und mit Papst Benedikt. Die Katholiken in Madrid mit ihrem Bischof Antonio und mit Papst Benedikt. Und natürlich die Katholiken in Freiburg mit ihrem Bischof Robert und mit Papst Benedikt, ebenso tun es die Katholiken in Tokio, in Bogotá und in Nairobi, auch in der kleinsten Hütte, im Gefängnis, im Krankenhaus, im Dom, in der Kapelle, im Zeltlager der Jugendlichen.
In welches Land auch immer der Papst kommt, die Verbindung zu ihm ist schon da, denn sie ist Kern des katholi-schen Kirchenverständnisses und darum auch wichtiger Bestandteil unserer Liturgie. Wir sind eine Weltkirche, es ist also immer dieselbe Kirche, die auf den verschiedenen Kontinenten das Evangelium mitten unter den Menschen leben will. Als Schwestern und Brüder gehören wir zusammen, in Nairobi, Bogota und Tokio, in Prag und Amsterdam – unzählige Partnerschaften zwischen reichen und armen Bistümern oder auch Gemeinden belegen es.
In den öffentlichen Ansprachen des Papstes wie auch im liturgischen Geschehen während der Besuchstage Ende September steckt darum immer auch eine menschenfreundliche politische Botschaft nach innen und nach außen: der Ansporn und Aufruf an alle Menschen guten Willens, sich für Solidarität und Gerechtigkeit, für den Frieden und die Menschenrechte einzusetzen.

Autor: Dr. Stefan Vesper, Generalsekretär des ZdK

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