Salzkörner

Freitag, 5. September 2014

Klima schützen - CO2 ausgleichen

Klimaveränderungen, Klimawandel, Schutz des Weltklimas - an vielen Stellen begegnet uns diese Thematik. Überschwemmungen, zunehmende Dürreperioden und andere Naturkatastrophen sind an der Tagesordnung. Die Forschung arbeitet intensiv an den Ursachen. Wo auch immer auf unserer Welt sind Menschen durch die Veränderungen unseres Klimas existentiell betroffen.

Als Christinnen und Christen haben wir die Mitsorge um Gottes Schöpfung. Bei den vielen Angeboten und Einladungen fällt die Klima-Kollekte allein schon wegen des Namens ins Auge. Sammeln für das Klima – wie geht das denn?

Ausgehend von dem Grundsatz „ Vermeiden-Reduzieren-Kompensieren“ wendet sich die Klima-Kollekte als CO2 Kompensationsfonds christlicher Kirchen an Organisationen, Gemeinden und Einzelpersonen nicht nur aus dem kirchlichen Bereich, um sie für den Ausgleich ihrer unvermeidbaren CO2-Emissionen zu gewinnen. Eine bestimmte Menge CO2, die an einem Ort ausgestoßen wird, kann durch Einsparungen in Form von Klimaschutzprojekten an einem anderen Ort ausgeglichen werden. Dieses Prinzip funktioniert, weil das Klima durch die Konzentration von Treibhausgasen beeinflusst wird nicht aber davon, an welchem Ort die Gase entstehen.

Das Besondere an der gemeinnützigen GmbH Klima-Kollekte liegt nun darin, Emissionen, die nicht vermieden werden können, durch armutsorientierte Klimaschutzprojekte insbesondere in den Ländern des Südens auszugleichen. Diese Projekte werden mit den Partnerorganisationen der Gesellschafter Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR, Brot für die Welt-Evangelische Entwicklungsdienst, Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) und Zentrum für Mission und Ökumene-nordkirche durchgeführt.

Unter der Seite www.klima-kollekte.de finden Interessierte einen CO2 Rechner. Mit dessen Hilfe kann jeder und jede berechnen lassen, wieviel klimawirksame Emissionen zum Beispiel für einen Flug von Frankfurt nach Rom entstehen, und anschließend kompensieren. Der ausgerechnete Betrag kann dann an die Klima-Kollekte überwiesen werden.

Der Preis für die Kompensation einer Tonne CO2 ergibt sich vor allem aus den Kosten, die durch Einsparung der Emissionen im jeweiligen Projekt entstehen. Natürlich beeinflusst auch der Zertifikatshandel den Preis. Bei jeder Kompensationszahlung müsste demzufolge ein anderer Preis berechnet werden. Das wäre sehr kompliziert und für alle sehr aufwändig. Deshalb berechnet die Klima-Kollekte – wie auch andere Anbieter - einen Durchschnittspreis.

Die Klima-Kollekte erhält von Nutzerinnen und Nutzern 23 €/t CO2 Emissionen, die kompensiert werden sollen. Nach der Zahlung werden die entsprechenden Mengen an Emissionszertifikaten, die aus den Projekten stammen, stillgelegt. Ein Zertifikat entspricht einer Tonne CO2.

Die Klima-Kollekte fördert mit den Einnahmen aus den Kompensationszahlungen Projekte der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energie gemäß dem sog. Gold Standard. Aktuell geförderte Projekte sind zum Beispiel Biogasanlagen und Solarlampen in Indien oder energiesparende Befeuerungsmethoden in Südafrika.

Reduzieren und Vermeiden von CO2 sind primäre Schritte. Mit dem freiwilligen Ausgleich von CO2 Emissionen kann jeder und jede einen Beitrag zur Klimagerechtigkeit leisten, dazu lädt die Klima-Kollekte Sie ein.

 

Weitere Informationen : www.klima-kollekte.de 
Geschäftsstelle der Klima-Kollekte, Caroline-Michaelis-Str.1, 10115 Berlin, Tel 030-65211-4001

 

 

Autor: Norbert Dreßen- MISEREOR Vertreter Klima-Kollekte

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