Freitag, 15. Februar 2013

ZdK-Generalsekretär Dr. Stefan Vesper gratuliert dem langjährigen ZdK-Generalsekretär Dr. Friedrich Kronenberg zu dessen 80. Geburtstag

Friedrich Kronenberg

In seinem Glückwunschschreiben an Dr. Friedrich Kronenberg anlässlich dessen 80. Geburtstags am 16. Februar 2013 würdigt Generalsekretär Dr. Stefan Vesper seinen langjährigen Vorgänger im Amt.

Vesper hebt hervor, dass Dr. Kronenberg mit seinem Amtsantritt 1966 als Dreiunddreißigjähriger das altehrwürdige Zentralkomitee neu gestaltet und zu einer bedeutenden politischen und kirchlichen Kraft geformt habe. Der Essener Katholikentag 1968 sei ein Signal gewesen, das Kronenberg entschieden und energisch aufgegriffen habe, um eine gemeinsame Synode von Deutscher Bischofskonferenz und ZdK auf den Weg zu bringen, die in den Jahren 1972 bis 1975 als Würzburger Synode mit ihren Beschlüssen einen Neuaufbruch der katholischen Kirche in Deutschland signalisierte. Die in Würzburg begründete Gemeinsame Konferenz von Deutscher Bischofskonferenz und ZdK sowie die Katholikentage, die sich seit 1978 mit dem Katholikentag in Freiburg dann anschlossen, zeigten eine moderne und selbstbewusst  auftretende Kirche, die von Bischöfen und Laien in guter Weise gemeinsam getragen wurde.

Unter seiner Regie öffnete sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken nicht nur für die unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Kräfte, sie führte auch zur Integration vieler weiterer kirchlicher Zusammenschlüsse wie der geistlichen Gemeinschaften und der Hilfswerke in das organisierte Laienapostolat. Mit dem ZdK-Gesprächskreis Juden und Christen gelang ein wichtiger Schritt zur theologischen Annäherung dieser beiden Weltreligionen in Deutschland.

Zuletzt bereitete Friedrich Kronenberg gemeinsam mit den Verantwortlichen im Deutschen Evangelischen Kirchentag den Weg zum ersten Ökumenischen Kirchentag, der im Jahr 2003, vier Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Generalsekretärs, in Berlin stattfand und über 200.000 Christen zusammenführte.

Auch nach seiner Amtszeit blieb Dr. Friedrich Kronenberg kirchenpolitisch engagiert. Als Präsident des Maximilian-Kolbe-Werkes initiierte er die Gründung der Maximilian-Kolbe-Stiftung zur Stärkung der Versöhnungsarbeit in Europa. Mit seinem politischen Freundeskreis setzt er weiterhin Akzente durch gesellschaftliche und kirchliche Positionierungen.

"Sie haben sich für die Gestaltung der Kirche und der Gesellschaft in Deutschland in herausragender Weise verdient gemacht, sei es als Generalsekretär des ZdK, als Bundestagsabgeordneter von 1983 bis 1990, als engagierter Streiter für die Ökumene, als zentraler Akteur in der katholischen Entwicklungszusammenarbeit, etwa in der Deutschen Kommission Justitia et Pax, als Initiator verschiedener Initiativen wie des Hilfswerks Renovabis oder der Maximilian-Kolbe-Stiftung. Dafür gebührt Ihnen unser aller aufrichtiger und bleibender Dank", schließt Dr. Vesper seinen Glückwunsch an Dr. Friedrich Kronenberg.

Filmtipp:

Ein lebendiges Zeugnis vom Einsatz von Dr. Friedrich Kronenberg für die Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1971 bis 1975 und für die Laien in unserer Kirche vermittelt ein ausführlicher Interviewfilm, den wir mit Dank an die Medienstelle des Erzbistums Köln und den Diözesanrat Köln allen Interessierten hier zugänglich machen.