Samstag, 4. Mai 2013

ZdK-Präsident Glück fordert, jedem Rechtsradikalismus zu widerstehen

Ansprache anlässlich des Gedenkens „50 Jahre Gedenkkirche Maria Regina Martyrum“ in Berlin

Allen Anfängen von Rechtsradikalismus entschieden zu wiederstehen, dazu hat der Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Alois Glück aufgerufen.

Bei einer Gedenkveranstaltung aus Anlass des 50. Jahrestages der Weihe der Kirche Maria Regina Maryrum in Berlin warnte er gleichzeitig davor, neue Formen des Rechtsradikalismus zu unterschätzen: „Primitive Rechtsradikale mit ihren dumpfen Parolen gegen alle, die ihrem Menschenbild nicht entsprechen, sind für jedermann leicht erkennbar. Viel schwieriger zu erkennen, zu durchschauen und deshalb weit gefährlicher in ihrer Wirkung sind intellektuelle Verbreiter und Vorbereiter nationalistischen Gedankenguts. Der Ungeist rechter Ideologien kann sich in der Gesellschaft einnisten, ohne dass er zunächst von vielen als solcher erkannt wird“, so Glück wörtlich in seiner Ansprache.

Gleichzeitig erinnerte der ZdK-Präsident an die Verdienste des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken und der Katholikentage für die Errichtung dieser Gedenkstätte an die Märtyrer des Nationalsozialimus.

Der 78. Deutsche Katholikentag 1958 in Berlin habe den Durchbruch gebracht: „Die deutschen Katholiken – Verbände, Diözesen, Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Bischofskonferenz und viele Einzelne machten den Bau dieser Kirche zu ihrer Aufgabe. Es kamen Spenden aus West und Ost, aus allen deutschen Landen – auch von der jüdischen Gemeinde in Berlin.“

Glück versicherte, dass sich das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken und die Deutschen Katholikentage sich auch heute dieser Tradition verpflichtet wüssten.

Den Text der Rede finden Sie hier