Mittwoch, 9. März 2016

Eine starke Gemeinschaft

ZdK unterstützt Allianz für Weltoffenheit

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist heute der Allianz für Weltoffenheit beigetreten. "Wir stehen voll und ganz zum Appell des Allianzträgerkreises, demokratische Grundwerte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren sowie Hass und Intoleranz entschieden entgegenzutreten", bestätigt Präsident Prof. Dr. Thomas Sternberg MdL. "Zusammen bilden wir eine Gemeinschaft aus 152 Organisationen und Verbänden, die für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat eintritt."

Dass dies dringend notwendig sei, beweisen die zunehmende Hetze gegenüber Flüchtlingen, die menschenverachtenden Angriffe auf Flüchtlingsheime und die Morddrohungen gegen den katholischen Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende aus der bayerischen Gemeinde Zorneding. Dessen aktueller Rücktritt habe Sternberg "tief erschüttert". Er sei froh, dass der Allianz insgesamt 22 große katholische Organisationen beitreten. "Die rassistische Hetze gegen Pfarrer Ndjimbi-Tshiende hat eine Wucht und Aggressivität erreicht, die ich mir in Deutschland vor einem Jahr so nicht hätte vorstellen können", bekennt Sternberg. Es sei gut und wichtig, dass die Allianz für Weltoffenheit wachse und sich damit die Stimmen derjenigen mehren, die sich gegen diese Angriffe und jede Form von Menschenfeindlichkeit wenden.

Die Allianz für Weltoffenheit wurde am 11. Februar 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das breite gesellschaftliche Bündnis setzt sich unter anderem ein für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, den Schutz aller Menschen vor Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Fremdenhass und ein verbessertes Bildungsangebot als Schlüssel für eine erfolgreiche gesellschaftliche Integration. Sie steht für den Schutz der Grundrechte, zu denen die Glaubens- und Gewissensfreiheit und das Recht auf körperliche Unversehrtheit ebenso zählen wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, das Diskriminierungsverbot und die Meinungs- und Kunstfreiheit.