Mittwoch, 29. April 2020

Mit Offenheit und klaren Grundsätzen dem Vertrauensverlust begegnen

ZdK-Präsident Sternberg zur „Gemeinsamen Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Kirche“

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg, begrüßt die „Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“, die gestern von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Missbrauchs veröffentlicht wurde.

„Wie bereits im Januar dieses Jahres angekündigt, konnten sich die deutschen Bischöfe damit auf ein einheitliches kirchliches Verfahren verständigen“, so Sternberg. „Der Unabhängigen Arbeitsgruppe ist für die Mitarbeit an der Erklärung zu danken. Wie schon in unserem Beschluss von Ende März festgehalten, halten wir auch in der Durchführung die Unabhängigkeit der lokalen Kommissionen und den überdiözesanen Austausch für besonders wichtig. Nur mit Offenheit, Transparenz und klaren Standards kann dem verbreiteten Misstrauen angesichts früher üblicher Vertuschung begegnet werden. Mit dieser Absichtserklärung wird auch eine angemessene Beteiligung der Betroffenen sichergestellt. Das Übereinkommen ist neben der Etablierung einheitlicher Präventionsstandards ein weiterer wichtiger Schritt zu einer Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs, die zum Vorbild werden kann.“

Der ZdK-Präsident erwartet eine ähnliche Verbindlichkeit und Umsetzung auch in Bezug auf die Anerkennung erlittenen Leids in Diözesen und Orden im Sinne der vom ZdK-Hauptausschuss verabschiedeten Erklärung.