Freitag, 16. Mai 2014

ZdK-Präsident Glück: Angriff auf Kreuze im öffentlichen Raum zurückweisen

Als gravierenden Angriff auf die Tradition und Rechtsordnung in Deutschland hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, die Forderung von Martin Schulz zurückgewiesen, Kreuze und andere religiöse Symbole aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.

„Die Forderung von Martin Schulz verstößt gegen unsere Rechtsordnung und missachtet das in Deutschland gewachsene Verhältnis von Religion und Staat. Die Wahlkampfaussage, jeder solle persönlich seinen Glauben zeigen können, der öffentliche Ort jedoch müsse 'neutral' sein, ist eine Polemik, die geeignet ist, Christen aller Konfessionen zu verletzen, erst recht wenn man die Unterstellung hinzunimmt, Religion habe etwas zu tun mit dem 'Risiko einer sehr konservativen Bewegung zurück'.

Letztlich fordere Schulz eine konsequente Verbannung der Religion in den privaten Bereich. "Religion ist aber keine Privatsache", so Glück. "Wir haben in Deutschland einen anderen Weg des Miteinanders von Religion und Staat entwickelt, das den nöti­gen Raum lässt  für die historisch gewachsene, gegenüber der Religion wohlwollende, fördernde Neutralität. Schon das Grundgesetz nimmt in seiner Präambel ausdrücklich Bezug auf unsere Verantwortung vor Gott."