Salzkörner

Freitag, 27. April 2018

"Preis der Deutschen Katholikentage"

Auszeichnung für Kinderstadt und zwei Sozialprojekte

Seit 170 Jahren stehen Katholikentage im Dienst des Dialogs zwischen Kirche und Welt, zwischen Katholiken und den "Menschen guten Willens”. Katholikentage lassen den Geist und die Botschaft des Zweiten Vatikanischen Konzils in Kirche und Gesellschaft lebendig werden. Darum wird seit 2012 der Aggiornamento-Preis an Initiativen verliehen, die sich mit drängenden gesellschaftspolitischen Fragen beschäftigen. Der Begriff "Aggiornamento" stammt aus dem Italienischen, bedeutet "Verheutigung" und geht auf Papst Johannes XXIII. und dessen Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils zurück. Er bezieht sich auf die Öffnung der Kirche in der modernen Welt.

Dem Projekt "KjG-Kinderstadt" des Diözesanverbandes der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) in Köln wurde am 15. März der erste Preis beim "Preis der Deutschen Katholikentage" zuerkannt: Bei der Ferienaktion für Kinder können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fünf Tage lang in die verschiedenen Rollen und Berufe schlüpfen, die es in einer Stadt gibt. "Die Jury war besonders von der kreativen Methode beeindruckt, mit der Kinder für politische Inhalte begeistert werden. Auch das sehr gut durchdachte Konzept hat überzeugt", so die Begründung für den ersten Platz, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Der Diözesanverband Augsburg des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) belegt mit "HERZ ZEIGEN" den zweiten Platz und erhält 3.000 Euro Preisgeld. Das Projekt unterstützt Geflüchtete aber auch Ehrenamtliche, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind. "Besonders der Aufruf zum christlichen Blick zurück auf Herzlichkeit und Mitgefühl und weg von Statistiken und Zahlen in der Flüchtlings-Diskussion hat die Jury für das Projekt begeistert."

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) aus Ibbenbüren im Bistum Münster kann sich über den dritten Preis und 2.000 Euro für das Projekt "Altersarmut begegnen" freuen. Die Jury überzeugte die Zielsetzung des Projektes, ältere, von Armut bedrohte oder betroffene Menschen in den Blick zu nehmen. Das Projekt soll deshalb als ein vorbildliches Modell ausgezeichnet werden.

Während des Katholikentags in Münster wird der Preis vom Präsidenten des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, bei einer Feierstunde verliehen. Das erstplatzierte Projekt bekommt neben dem Preisgeld auch eine Stele verliehen. Diese wurde vom Künstler Günter Malchow aus Münster gestaltet. Sie zeigt symbolisch zwei Positionen, die sich auf einem Forum treffen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzeigen. Die Stele ist in den Stadtfarben von Münster gestaltet.

Das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro stammt aus der Stiftung "Lumen Gentium". Diese wurde vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ins Leben gerufen. Mit dem Namen der Kirchenkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils umreißt die Stiftung zugleich ihren Anspruch und Auftrag, einen wirksamen Beitrag zu leisten zur Evangelisation, der „Verkündigung der Botschaft Christi durch das Leben und das Wort ... in den gewöhnlichen Verhältnissen der Welt“ (LG 35). Die Stiftung "Lumen Gentium" richtet ihre gesellschaftsgestaltende Kraft auf die Erfüllung der Vision einer weltrelevanten Kirche. Sie will die Stimme der mündigen Laien in der Kirche sein, den unabhängigen Dialog zwischen Kirche und Welt fördern und die Eigenständigkeit des Laienapostolates der katholischen Kirche stärken.

 

 

 

 

 

Autor: Theodor Bolzenius Pressesprecher ZdK

zurück zur Übersicht