Salzkörner

Mittwoch, 28. August 2019

Reformschritte

Editorial

Seit langem hat das ZdK gefordert, dass die überdiözesane Zusammenarbeit der deutschen Bistümer gestärkt wird. Für das rechtliche, finanzielle und administrative Gebiet, für das der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) zuständig ist, ist jetzt ein wichtiger Reformschritt getan.

Kurz gesagt, es werden die Verbandsorgane gestrafft: Verbandsausschuss und Verwaltungsrat, die bisher als Beratungsorgane der VDD-Vollversammlung fungierten, werden abgeschafft. Stattdessen wird mit dem VDD-Verbandsrat ein auf Partizipation ausgerichtetes, zentrales Beratungs- und Entscheidungsorgan installiert, das mindestens drei Mal im Jahr tagen soll. Der Verbandsrat soll künftig die Zusammenarbeit zwischen dem Verband und den Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz stärken, strategische Themen im Aufgabenbereich des Verbandes gründlich vorberaten, die Geschäftsführung bei der operativen Leitung des Verbandes unterstützen und die Arbeit der Kommissionen des Verbandes koordinieren. Damit übernimmt der Verbandsrat eine zentrale Steuerungsfunktion im Gefüge des Verbandes und kann damit die Vollversammlung des Verbandes entlasten.

In diesem Verbandsrat, der 18 stimmberechtigte Mitglieder hat, wirken mit Sitz und Stimme zwei Personen auf Vorschlag des ZdK mit. Damit sind in das oberste Gremium der Finanzentscheidungen der katholischen Kirche in Deutschland endlich auch zwei gewählte Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Männer und Frauen eingebunden.

Das ist ein wichtiger Schritt mit Blick auf Partizipation und entscheidungsrelevante Beteiligung auch in diesem Bereich, wie er seit langem gefordert wurde. Die Reform tritt zum 1. November 2019 in Kraft.

 

 

Autor: Stefan Vesper

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