Salzkörner

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Roter Faden Leben

Editorial

Das Leben zu schützen von seinem allerersten Anfang bis zum letzten Atemzug ist eine Konstante unserer Arbeit seit je. In den letzten 20 Jahren gab es unterschiedliche Phasen und Schwer­punkte: Der Konflikt um die Schwangerschaftskonfliktberatung führte dazu, dass Caritas und SKF nicht mehr in der gesetzlichen Konfliktberatung präsent sein konnten. Donum Vitae sprang ein. Die Katholiken sind weiterhin – in diesen drei Organisationen und weit darüber hinaus – in der Beratung von Menschen in Kri­sen und Notlagen vertreten.

In einer anderen Phase stand das Lebensende im Mittelpunkt – exemplarisch ist unser erfolgreicher Einsatz gegen die organisier­te Suizidbeihilfe zu nennen. Weiterhin: Die Organspende – sie ist ein freiwilliges Geschenk und muss es bleiben. Auch die Ent­wicklungen in der Pränataldiagnostik beobachten wir höchst auf­merksam. Was auch immer kommen mag, die Gesellschaft der Zukunft darf sicher sein: Der Platz von Christinnen und Christen wird immer an der Seite der Schwachen, der Armen, der Behin­derten, der Benachteiligten sein.

Der Kreis ist aber noch größer zu ziehen: In den Berichten von ZdK-Mitgliedern, die an der Amazonassynode in Rom teilgenom­men haben, hat mich vieles berührt. „Das Leben ist bedroht“ –  das war der rote Faden der Debatten. „Wenn Amazonien stirbt, stirbt der Planet.“ Wichtigster Referenztext war „Laudato si‘“ von Papst Franziskus. Christen müssen auch in Fragen von Ökologie und Klimaschutz Vorreiter sein.

Unser gemeinsamer, großer Kampf für den Schutz des Lebens lohnt jede Anstrengung.

 

 

 

 

 

Autor: Dr. Stefan Vesper

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