Salzkörner

Freitag, 29. Juni 2018

Vom Frieden erzählen

Editorial

"Sie haben die zweite Hunderterreihe mit dem 101. Deutschen Katholikentag in Münster grandios eröffnet", so schrieb mir jemand im Nachgang zu den fünf wunderbaren Tagen in Münster. Es war ein ganz besonders gelungener Katholikentag. Unser Präsident bilanziert das Ereignis in dieser Ausgabe.

Wie immer ist ein Katholikentag eigentlich tausend Katholikentage. Denn jede und jeder macht in diesen Tagen eigene Erfahrungen, zieht eigene Erkenntnisse, führt eigene Gespräche, erlebt den eigenen Weg von der Eröffnung am Mittwoch bis zum Gottesdienst am Sonntag.

Für mich zählt zu den eindrucksvollsten Stunden meine Zeit in der "Erzählkirche" des Katholikentags. Dieses einstündige Format gab es beim Katholikentag zum ersten Mal. Bekannte und unbekannte Persönlichkeiten erzählten von ihren Erfahrungen aus dem Themenfeld "Frieden". Es ging um persönlichen und politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Frieden. Es war beeindruckend, was da an Eindrücken, Erfahrungen, biographischen Notizen, Konfliktivem, Traurigem, Erhebenden und auch Geistlichem erzählt wurde. Die Zuhörerinnen und Zuhörer waren gebannt, in der Clemenskirche wie auch draußen, wohin wegen Überfüllung der Kirche fast immer übertragen werden musste.

Viele dieser Beiträge waren Zeugnisse. Ausdruck einer urmenschlichen Sehnsucht nach Frieden. Und davon, dass wir der Gesellschaft – durch konkrete Menschen, die als Christen leben – etwas anzubieten haben, einer Gesellschaft, in deren Mitte wir Zeugnis geben von dem, was unser Leben trägt.

 

 

Autor: Dr. Stefan Vesper

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