Gesichter und Geschichten - September 2026

mit Franziska Hoppermann

Menschen verändern die Welt. Im Zentralkomitee der deutschen Katholiken kommen sie zusammen – Christ*innen aus Leidenschaft, ehren- und hauptamtlich engagiert, zu Hause in ganz verschiedenen Regionen Deutschlands. Wir stellen Sie Ihnen vor. „Gesichter und Geschichten“ heute mit Franziska Hoppermann, Einzelpersönlichkeit im ZdK und seit Sommer Generalsekretärin der CDU.

Frau Hoppermann, welcher Moment in Ihrem Leben hat Sie jüngst ins Herz getroffen?  

Das war ein Moment auf dem Katholikentag in Würzburg: Der gemeinsame biblische Dialog mit Erzbischof Dr. Heiner Koch und Gemeindereferentin Sandra Lutz zur Heilung des Blinden in Jericho. Wir haben dabei sehr persönlich miteinander gesprochen und auch gemeinsam gesungen. Und beim letzten Lied haben viele Menschen vor Rührung geweint und waren tief bewegt. Miteinander schon früh morgens eine solche Verbindung ins Innerste zu schaffen – das hat mich sehr ins Herz getroffen.

Warum engagieren Sie sich im kirchlichen Bereich? 

Als Messdienerin in meiner Heimatkirchengemeinde Heilig-Kreuz in Hamburg-Volksdorf bin ich mit dem katholischen Glauben aufgewachsen und war dort in der Jugend- und Gemeindearbeit aktiv. Mein Glaube ist für mein persönliches und politisches Leben eine wichtige Kraftquelle. Und deswegen engagiere ich mich beim ZdK. Ich möchte etwas zurückgeben.

Was wollen Sie bewegen?

Die fortschreitende Säkularisierung und Kirchenferne der Gesellschaft führt dazu, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt erodiert. Die Kirchen müssen heute viel stärker zeigen, welche Kraft in der kirchlichen Gemeinschaft steckt. Zum Beispiel für die Integration: In meiner Heimatgemeinde gibt es Mitglieder aus Togo, Frankreich und den Philippinen. Eine Gemeinde schafft Zusammenhalt und Zuversicht. In einer Gesellschaft, in der Christinnen und Christen nicht mehr die Mehrheit stellen, ist es mir ein großes Anliegen, an einer zukunftsfähigen Kirche mitzuarbeiten. Denn das ist genau das, was wir in diesen Zeiten so dringend brauchen.

Was macht Sie an Ihrer Arbeit glücklich?

Meine politische Arbeit ist für mich ein Dienst an den Menschen und am Land. Dabei leitet mich das christliche Menschenbild: Als Union glauben wir an den Menschen, an seine Stärken und Fähigkeiten. Wer anderen dieses Vertrauen entgegenbringt, der erhält auch Vertrauen und vor allem Glaube zurück. Als Generalsekretärin der CDU Deutschlands ist es meine Aufgabe, dieses Vertrauen zu stärken und das C wieder lebendig und damit Werte wie Nächstenliebe, Eigenverantwortung, Gerechtigkeit und Solidarität spürbar zu machen.

Woher kommt Unterstützung für Ihre Projekte? 

Wir stehen vor Landtagswahlen, die uns mehr fordern denn je. Umso dankbarer bin ich für unsere engagierte Parteibasis, für tausende Mitglieder, die sich mit ganzem Herzen für unser Land einsetzen. Ihnen gehört meine volle Unterstützung, denn sie tragen unsere Partei und unser Land.

Wo machen Sie am liebsten Pause von der Arbeit?

Neben der Politik ist die Musik meine Leidenschaft. Seit ich elf Jahre alt bin, singe ich in großen Chören. Mein Mann ist Kirchenmusiker. Wir musizieren zusammen, das ist für mich ein Ruhepol und gibt neue Kraft.

Die Kirche der Zukunft ist für Sie…

... eine Gemeinschaft, in der Christen ihren Glauben an Gott und Jesus Christus bekennen und zugleich mit offenen Armen und zupackenden Händen dem Nächsten dienen und versuchen, die Welt ein wenig besser zu machen. Und das heißt auch: hoffnungsvoller. Zuversicht, Hoffnung und Mut sind die Dinge, die ich für meinen Alltag brauche. Die finde ich in meiner Gemeinde. Aber vor allem müssen Kirche und Politik wieder mehr Hand in Hand gehen und ihr Engagement verstärken, neu ausrichten – gegen Sprachlosigkeit und Unsicherheit. Dafür braucht es mehr Dialog und dafür kämpfe ich.

Franziska Hoppermann, geboren 1982, ist Generalsekretärin der CDU Deutschlands. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und war Senatsdirektorin in der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg, bis sie 2021 in den Deutschen Bundestag einzog. Sie ist Einzelpersönlichkeit des ZdK.

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Telefon: +49 (0) 30 166380-630
E-Mail: presse(at)zdk.de

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