Gesichter und Geschichten
mit Volker Andres
Menschen verändern die Welt. Im Zentralkomitee der deutschen Katholiken kommen sie zusammen – Christ*innen aus Leidenschaft, ehren- und hauptamtlich engagiert, zu Hause in ganz verschiedenen Regionen Deutschlands. Wir stellen Sie Ihnen vor. „Gesichter und Geschichten“ heute mit Volker Andres, Bundesvorsitzender des BDKJ und Mitglied im Hauptausschuss, Synodalen Ausschuss und in der Gemeinsamer Konferenz.
Herr Andres, welcher Moment in Ihrem Leben hat Sie jüngst ins Herz getroffen?
Ich bin jetzt gut ein halbes Jahr im neuen Amt und habe in dieser Zeit schon viele Menschen kennengelernt und großartige Begegnungen erlebt. Besonders berührt hat mich meine Reise im Oktober nach Rom im Rahmen des Jubiläums der Synodenteams. Dort war spürbar, mit welchem Engagement sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Kontinenten für eine Erneuerung von Kirche einsetzen. Sehr beeindruckend war für mich vor allem der Austausch mit jungen Menschen im Anschluss an das offizielle Programm. Aus diesen Gesprächen ist der gemeinsame Wunsch entstanden, uns weiter zu vernetzen und uns dafür stark zu machen, dass junge Menschen bei der nächsten Kirchenversammlung selbstverständlich beteiligt werden. Dieses internationale Miteinander hat mir viel Mut gemacht.
Warum engagieren Sie sich im kirchlichen Bereich?
Mich haben schon früh die Jugendverbände und das Engagement vieler Menschen dort stark geprägt. In diesem Kontext habe ich Kirche immer wieder als etwas erlebt, das wertvoll sein kann: offen, vielfältig und nah an den Lebensrealitäten junger Menschen. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, dass Kirche ein Ort von Gemeinschaft, Mitbestimmung und Verantwortung sein kann. Genau dafür möchte ich mich weiterhin einsetzen und weiteren Menschen positive Erfahrungen ermöglichen, wie ich sie erleben durfte.
Was wollen Sie bewegen?
Ich möchte dazu beitragen, dass junge Menschen Kirche als einen Raum erleben, in dem sie ernst genommen werden und wirklich mitgestalten können. Dazu gehört für mich eine Kirche, die zuhört, lernfähig ist und den Mut hat, sich weiterzuentwickeln, auch strukturell. Gleichzeitig geht es mir um eine Kirche, die gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und sich klar für Gerechtigkeit, Solidarität und Demokratie positioniert.
Was macht Sie an Ihrer Arbeit glücklich?
Besonders glücklich machen mich die Begegnungen mit jungen Menschen und zu sehen, mit welchem Engagement und welcher Leidenschaft sie sich einbringen. Wenn ich erlebe, dass junge Menschen merken: Mein Einsatz zählt, meine Stimme hat Gewicht - dann ist das für mich eine große Motivation und Bestätigung.
Woher kommt Unterstützung für Ihre Projekte?
Unsere Arbeit im BDKJ lebt von vielfältigen Kooperationspartner*innen in Kirche und Zivilgesellschaft. Vor allem aber wird sie getragen von dem Engagement von vielen Ehrenamtlichen in den Jugendverbänden. Nur gemeinsam können Projekte entstehen und Wirkung entfalten werden. Dieses Miteinander erlebe ich als eine große Stärke unserer Arbeit.
Wo machen Sie am liebsten Pause von der Arbeit?
Ich bin Rheinländer und liebe es, am Rhein zu entspannen, sei es bei einem Spaziergang oder auf dem Fahrrad. Das hilft mir, den Kopf freizubekommen. Was im Alltag leider selten möglich ist, aber im Urlaub umso mehr: Tauchen. Diese ganz andere Welt unter Wasser zu erleben, gibt mir Ruhe und neue Perspektiven.
Die Kirche der Zukunft ist für Sie…
… eine Kirche, die nah bei den Menschen ist, transparent handelt und Macht teilt. Eine Kirche, die Vielfalt nicht nur zulässt, sondern wertschätzt. Und eine Kirche, die aus dem Evangelium heraus mutig Haltung zeigt, auch dann, wenn es unbequem wird.
Volker Andres, geboren 1989, ist studierter Theologe und seit Sommer 2025 Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Geprägt durch langjähriges Engagement in Jugendverbänden setzt er sich für Beteiligung junger Menschen, gesellschaftliche Verantwortung und eine zukunftsfähige Kirche ein. Zudem ist er auch Mitglied des ZdK-Hauptausschusses und des Synodalen Ausschusses.
Haben Sie Fragen?
Telefon: +49 (0) 30 166380-630
E-Mail: presse(at)zdk.de