Organisierte Kriminalität als gesamtgesellschaftliche Herausforderung
Beschluss der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)
Das ZdK würdigt das Orientierungspapier des Vorstands der Deutschen Kommission Justitia et Pax „Organisierte Kriminalität als Herausforderung für Gesellschaft und Kirche“ und die gemeinsame Erklärung verschiedener Justitia-et-Pax-Kommission Europas „Europe facing the challenges of organized crime“ und stellt fest, dass die Herausforderungen unverändert bestehen. Deshalb erneuern wir die Notwendigkeit, stärker auf Organisierten Kriminalität zublicken und sie als gesamtgesellschaftliche Herausforderung anzunehmen, deren Bekämpfung über rein polizeiliche Strategien hinausgehen muss.
Das ZdK fordert die Einrichtung von Runden Tischen zur Organisierten Kriminalität auf a) Bundesebene – zur strategischen Gesamtkoordination relevanter staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure, b) Landesebene – zur regionalen Vernetzung von Sicherheitsbehörden, Justiz, Prävention, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Ziel dieser Runden Tische soll es sein, Entwicklungen frühzeitig zu analysieren, präventive und strukturelle Gegenmaßnahmen zu entwickeln, ressortübergreifende Strategien abzustimmen und die gesamtgesellschaftliche Verantwortung sichtbar wahrzunehmen.
Das ZdK wird den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern suchen und seine zivilgesellschaftliche Perspektive aktiv in entsprechende Prozesse einbringen. Die Diözesanräte im ZdK werden gebeten, entsprechend auf Landesebene politisch zu handeln.
Beschluss: Organisierte Kriminalität als gesamtgesellschaftliche Herausforderung