100. Zusammenkunft der Gemeinsamen Konferenz
Konstanter Dialog zwischen Zentralkomitee und Bischofskonferenz begann vor 50 Jahren
„Eine Brücke zwischen Bischöfen und Laien, ein Ort des Vertrauens“ nennen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, und die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Irme Stetter-Karp, die seit 1976 existierende Gemeinsame Konferenz. Zehn Bischöfe und zehn Mitglieder des ZdK kommen in dieser Konferenz zweimal jährlich zusammen. Am heutigen 6. November 2026 tagt sie zum 100. Mal.
Als Konsequenz der Würzburger Synode (1971–1975), die ein Ergebnis des Zweiten Vatikanischen Konzils war, wurde die Gemeinsame Konferenz von der Deutschen Bischofskonferenz und dem ZdK Mitte der 1970er-Jahre ins Leben gerufen. Sie versteht sich bis heute als Konsultationsgremium zu aktuellen kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Fragen.
Im Mittelpunkt der Beratungen stehen heute in Bonn aktuelle Fragen des kirchlichen Lebens. Dr. Stetter-Karp und Bischof Wilmer würdigen das langjährige Bestehen der Gemeinsamen Konferenz. „Es ist gut, dass es dieses Gremium von Laien und Bischöfen seit fünf Jahrzehnten gibt“, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. „Es zeigt, dass wir, inspiriert durch den Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils, gemeinschaftlich unterwegs sind. Bis zur geplanten Synodalkonferenz ist die Gemeinsame Konferenz auch weiterhin unverzichtbar.“ Gleichzeitig, so Bischof Wilmer, sei es begrüßenswert und immer wieder wichtig, dass die Gemeinsame Konferenz nicht nur innerkirchliche Debatten führe: „Aktuell bereitet mir die Eskalation der Jugendgewalt große Sorgen. Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Wo sind wir für die, die sich abgehängt fühlen, Ansprechpartner?“
Für Stetter-Karp ist „die heutige Zusammenkunft Ausdruck eines eingeübten und guten Miteinanders. Es geht bei diesen Treffen immer wieder um Themen von großer Relevanz. In diesem Forum Internum wurden harte Debatten über die Jahre nie gescheut. Es geht dabei nicht nur um kirchliche Veränderungen, sondern auch um gesellschaftliche und politische Fragen.“ So werde am heutigen Tage etwa über die große Bedeutung entwicklungspolitischer Zusammenarbeit und das damit verbundene Engagement der Kirche gesprochen.
Sie sei überzeugt, so die ZdK-Präsidentin, „dass wir, was den Synodalen Weg betrifft, nun an einem entscheidenden Punkt sind. Bei der Initiierung dieses Langzeitprojekts spielte die Gemeinsame Konferenz vor einigen Jahren eine wichtige Rolle. Wir sind dankbar für die bisher zurückgelegte Wegstrecke mit allen Höhen und Tiefen. Die Gemeinsame Konferenz war uns dabei eine gute Wegbegleiterin. In der geplanten Synodalkonferenz wird die Verbindlichkeit des Miteinanders deutlich erhöht. Das ist ein Anliegen, das wir gemeinsam haben.“
Dieses gemeinsame Anliegen korrespondiere mit „dem klaren Auftrag von Papst Franziskus, eine synodale Kirche zu werden. Ein Auftrag, den uns auch Papst Leo XIV. gibt“, so Bischof Wilmer. „Papst Leo XIV. wünscht sich, dass wir als synodale Kirche unterwegs sind. Deshalb ist es gut, das Leben der Kirche in Deutschland mit dem synodalen Prozess der Weltkirche in guter Weise zu verbinden.“
Die ZdK-Präsidentin und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hoffen, dass bald eine Rückmeldung aus Rom zur Anerkennung des Satzungsentwurfs für die künftige Synodalkonferenz kommt. Bischof Wilmer macht deutlich: „Es geht uns um eine Kirche, in der wir die in den vergangenen Jahren eingeübte und geschätzte Gemeinsamkeit nun in einer Synodalkonferenz weiterentwickeln. Auch auf dieser Wegstrecke sind die Erfahrungen der Gemeinsamen Konferenz für uns eine wichtige Wegmarke.“
Mitglieder der Gemeinsamen Konferenz seitens der Deutschen Bischofskonferenz sind:
Bischof Dr. Georg Bätzing, Weihbischof Robert Brahm, Bischof Dr. Michael Gerber, Erzbischof Herwig Gössl, Weihbischof Josef Holtkotte, Erzbischof Dr. Heiner Koch, Bischof Dr. Peter Kohlgraf, Kardinal Reinhard Marx, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und Bischof Dr. Heiner Wilmer.
Das ZdK wird in der Gemeinsamen Konferenz vertreten durch:
Volker Andres, Dr. Maria Flachsbarth, Christian Gärtner, Wolfgang Klose, Dorothee Klüppel, Birgit Mock, Prof. Dr. Claudia Nothelle, Schwester Philippa Rath OSB, Prof. Dr. Thomas Söding und Dr. Irme Stetter-Karp.
Pressemitteilung:100. Zusammenkunft der Gemeinsamen Konferenz als PDF
Haben Sie Fragen?
Telefon: +49 (0) 30 166380-630
E-Mail: presse(at)zdk.de