„Ein Brückenbauer mit strategischer Weitsicht“

ZdK-Generalsekretär Marc Frings gratuliert Stefan Vesper zum 70. Geburtstag

Zum 70. Geburtstag Dr. Stefan Vespers am Sonntag, 15. Februar, würdigt der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Marc Frings, seinen Vorgänger im Amt. „Ich danke dir für deine zwanzig Jahre als Generalsekretär. In meiner heutigen Rolle begegne ich immer wieder den Spuren deiner Arbeit. Du hast viel aufgebaut und weitergedacht“, schreibt er in einem Brief. „Ich gratuliere dir von Herzen.“

Stefan Vesper war vom 1. September 1999 bis zum 31. Dezember 2019 Generalsekretär und damit zugleich Mitglied des Präsidiums des ZdK. Im September 2018 hatte er angekündigt, ein Jahr später seine Amtszeit beenden zu wollen, um seine Nachfolge gut zu regeln. Ein Umzug des Generalsekretariats von Bonn nach Berlin stand an und wurde von der ZdK-Vollversammlung im Mai 2019 beschlossen. „Brücken bauen auf manchmal unsicherem Terrain“ sei eine der hervorragenden Kompetenzen Vespers, würdigte der damalige Vizepräsident des ZdK, Dr. Christoph Braß, den scheidenden Generalsekretär.

Vespers Engagement im ZdK hatte ihn in zahlreiche weitere Aufgaben geführt. So war er Verantwortlicher für die europäischen Kontakte im Europäischen Laienforum (ELF), Mitglied der Katholikentagsleitungen sowie der Leitung der beiden ersten Ökumenischen Kirchentage in Deutschland 2003 und 2010. Zugleich übernahm er führende Mitverantwortung bei der Deutschen Kommission Justitia et Pax, bei Misereor, in der Maximilian-Kolbe-Stiftung, bei Renovabis und im Vorstand der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle. Zudem gehörte er als Gast der Gemeinsamen Konferenz von Deutscher Bischofskonferenz und ZdK an. Bis Februar 2026 war er Delegierter des ZdK in der Synodalversammlung.   

Marc Frings schreibt in seinem Brief an den Jubilar: „Du hast das ZdK mit großem Engagement, strategischer Weitsicht und klarer gesellschaftspolitischer Stimme geprägt, in sehr bewegten Zeiten für Kirche und Gesellschaft.“ Frings erinnert an die besondere Begabung Stefan Vespers, Krisen zu lösen: „Deine Fähigkeit, unterschiedliche Akteure miteinander ins Gespräch zu bringen, wirkt bis heute fort.“ Das habe sich gleich zu Beginn von Vespers Amtszeit gezeigt, als der Konflikt mit der Bischofskonferenz um die Gründung des Vereins „Donum Vitae“ aufbrandete. Aus jüngerer Zeit sei ihm besonders lebhaft der von Vesper angestimmten „Taizé-Gesang in der Krisen-Synodalversammlung in Frankfurt“ im Gedächtnis geblieben, so Frings. Im September 2022 war der Beschluss eines Textes zur Änderung der Sexualmoral der Kirche an der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit der Bischöfe gescheitert. Stefan Vesper, Mitglied der Versammlung, hatte in dieser Situation die Halle zum gemeinsamen Singen angeleitet und damit neue Verhandlungsruhe ermöglicht. 

„Stefan Vesper ist auch heute präsent“, so Marc Frings. So engagiere er sich etwa in der Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistungen (UKA). „Seine Empathie ist konkret. Er baut Brücken, auch hier.“

Pressemitteilung: „Ein Brückenbauer mit strategischer Weitsicht“ als PDF

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