„Nicht die Entwicklungshilfe kürzen“

Irme Stetter-Karp und Anna-Nicole Heinrich kritisieren „Menschenbild des Haushaltsplans“

Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Irme Stetter-Karp, und Anna-Nicole Heinrich, Präses der EKD-Synode, warnen vor weiteren Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit. In einem gemeinsamen Beitrag für die FAZ nehmen sie Bezug auf den heute von Finanzminister Klingbeil vorgestellten Haushaltsentwurf für 2027. Sie stellen fest: „Auch ein Haushaltsplan zeichnet ein Menschenbild. Wer ihn entwirft, muss sich fragen lassen: Wer ist dein Nächster? Und: An wem gehen wir vorbei?“

Die Entwicklungszusammenarbeit der zurückliegenden Jahre habe „Armut verringert, Konflikte gewaltlos bearbeitet, den Naturschutz gestärkt und die Gleichberechtigung der Geschlechter gefördert. Millionen Kinder, selbst solche, die im Krieg aufgewachsen sind, können zum ersten Mal eine Schule besuchen – vor allem Mädchen. Deutschland hat mit seinen Investitionen zu diesen Erfolgen maßgeblich beigetragen. Die aktuelle Haushaltspolitik der Bundesregierung setzt (nun) den Rotstift an.“ Heinrich und Stetter-Karp fragen: „Verliert die Politik ihr Gespür für den pragmatischen Wert der Nächstenliebe?“ Christlich sei es, „den Anspruch auf praktizierte Barmherzigkeit“ nicht zu relativieren. „Gerade Deutschland kann ein international verantwortungsvoller Gegenpol zu einer selbstzentrierten Politik sein, wie wir sie derzeit nicht nur in Washington erleben.“

Der Beitrag von Heinrich und Stetter-Karp in der Rubrik „Fremde Federn“ erschien am 4. Juli in der FAZ. Den kompletten Text gibt es auch auf faz.net.

Pressemitteilung:„Nicht die Entwicklungshilfe kürzen“ als PDF

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